Aufnahmegarantie jetzt auch für Beamte auf Widerruf (Beamtenanwärter)

Die Beamten bilden nach wie vor so etwas wie das Rückgrat der PKV. Von den rund 8,8 Mio. Versicherten in der Krankenvollversicherung waren Ende 2017 knapp die Hälfte beihilfeberechtigt. Es handelte sich also um Beamte oder deren Familienangehörige.

Beitragseinnahmen und Ausgaben - PKV und GKV im Langzeitvergleich

Gesetzliche und private Krankenversicherung basieren auf zwei unterschiedlichen Systemen. Während in der GKV das Solidarprinzip gilt, funktioniert die PKV nach dem - in der privaten Versicherungswirtschaft üblichen - Äquivalenzprinzip.

Entlastung bei GKV-Beiträgen auf Betriebsrenten?

Rund 17 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland verfügen über eine betriebliche Altersvorsorge. Die Betriebsrente gilt als dritte Säule der Alterssicherung und soll weiter gestärkt werden, da das gesetzliche Rentensystem an seine Leistungsgrenzen kommt und die private Altersvorsorge unter den niedrigen Zinsen leidet.

Familienversicherung in der GKV – rückwirkende Aufhebung ist möglich

Die beitragsfreie Familienversicherung gehört immer noch zu den „geldwerten“ Vorteilen der gesetzlichen Krankenversicherung. Durch die Möglichkeit, Ehepartner und Kinder ohne eigene Beiträge zu versichern, sind die Versicherungskosten für Familien in vielen Fällen deutlich niedriger als in der PKV, wo jedes Familienmitglied extra zu versichern wäre.

Krankenkassen – gehen die Zeiten hoher Überschüsse zu Ende?

In den vergangenen beiden Jahren meldeten die gesetzlichen Krankenkassen fast von Quartal zu Quartal neue Überschuss-Rekorde. Selten war die finanzielle Ausstattung so gut und Reserven so üppig. Bundesgesundheitsminister Spahn sah sich sogar veranlasst, die Kassen zum finanziellen Abbau ihrer Rücklagen aufzufordern und dafür gesetzliche Vorgaben zu schaffen.

Pflegezusatzversicherung - großer Bedarf, schwindendes Interesse

Auf den ersten Blick scheinen die Zahlen beeindruckend. Innerhalb von zehn Jahren hat sich die Zahl der privaten Pflegezusatzversicherungen hierzulande mehr als verdoppelt. Stand Mitte 2018 gab es rund 2,74 Mio. Verträge. Dabei sind die ca. 850.000 staatlich geförderten - Stichwort: „Pflege-Bahr“ - Verträge noch nicht mitgerechnet.

Was bringt das neue Terminservice- und Versorgungsgesetz?

Vor wenigen Tagen hat der Bundestag das sogenannte Terminservice- und Versorgungsgesetz beschlossen - ein fast 200 Seiten umfassendes Regelungswerk, das gleichzeitig zu den Vorhaben gehört, die Bundesgesundheitsminister Spahn besonders am Herzen liegen. Manche sehen in dem Gesetz eine Art „Gesellenstück“ des Ministers nach ziemlich genau einem Jahr im Amt.

Zuzahlungen in der GKV - Patienten müssen deutlich mehr zahlen

Zuzahlungen sind eine Form der Selbstbeteiligung in der GKV. Sie fallen bei Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln an. Aber auch bei nahezu allen anderen Leistungen der GKV sind Zuzahlungen zu leisten - zum Beispiel bei Krankenhausaufenthalten, Reha-Maßnahmen oder häuslicher Krankenpflege.

Der Basistarif in der PKV - eine „Notlösung“, die wenig genutzt wird

Mit dem sogenannten GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz ist 2009 gleichzeitig der Basistarif in der PKV eingeführt worden. Seither sind private Krankenversicherer verpflichtet, einen branchenweit einheitlichen Tarif anzubieten, der vergleichbare Leistungen wie in der GKV vorsieht - den Basistarif.

Zusatzbeiträge - über jede dritte Krankenkasse mit niedrigeren Beiträgen

Im vergangenen Herbst hatte das zuständige Bundesgesundheitsministerium den durchschnittlichen Zusatzbeitrag für 2019 auf 0,9 Prozent festgelegt. Die damit verbundene Absenkung um 0,1 Prozentpunkte ist der guten Finanzlage der Krankenkassen geschuldet. Deren Reserven überschritten im letzten Jahr erstmals die 20 Milliarden Euro-Marke.

Soziale Pflegeversicherung - die Beiträge werden weiter steigen

Zum Jahreswechsel konnten sich GKV-Mitglieder zwar über die volle Parität in der Krankenversicherung und vielfach niedrigere Zusatzbeiträge freuen. Dafür sind die Beiträge zur sozialen Pflegeversicherung deutlich angehoben worden - um 0,5 Prozentpunkte. Seit dem 1. Januar 2019 beträgt der Beitragssatz 3,05 Prozent (3,30 Prozent für Kinderlose).