Was ist bei Inanspruchnahme der PKV zu beachten?

Der Versicherungsfall bezeichnet den Zeitpunkt, in dem der Privatversicherte die Leistung eines Artzes oder Krankenhauses in Anspruch nimmt. Zur Begleichung der Arzthonorare, Rezepte oder Krankenhausrechnungen gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder der Versicherte bezahlt die Rechnungen selbst, tritt also in Vorkasse und reicht diese dann dem Versicherer zur Erstattung auf eigenes Konto ein, oder er reicht dem Versicherer direkt die unbezahlten Rechnungen ein. Zuallermeist wird der erste Schritt der Vorkasse gewählt. Somit hat man die volle Kostenkontrolle und entgeht etwaigen Verzögerungen und Fristversäumungen, die mit Mahngebühren verbunden sind. Für eine reibungslose Kostenerstattung sind hierzu, neben der Angabe der Versicherungsnummer, bzw. Mitgliedsnummer und Kontoverbindung noch nachstehende Punkte zu beachten. Sollten einige Punkte nicht geklärt sein, verlangen Sie eine neue Rechnung.

für ambulante Arztbehandlungen: Die Arztrechnungen müssen für den ambulanten Bereich den Namen der versicherten Person enthalten, die Diagnose und Behandlungsdaten, sowie die Angabe der einzelnen ärztlichen Leistungen mit Ziffer und Gebührenordnung. Bei Behandlungskosten oberhalb des normalen Gebührensatzes muss eine Begründung vom Arzt beigefügt werden. Mit der Arztrechnung verbundene Kosten für verschriebene Arzneimittel sollten zur besseren Übersicht zusammen mit der Rechnung bei Ihrer Krankenkasse eingereicht werden.

für stationäre Behandlungen (Krankenhausaufenthalte): Entgegen der ambulanten Hielbehandlung sind Vorauszahlungen bei einem stationären Aufenthalt nicht unbedingt zu entrichten, weil diese Kosten in der Regel sehr hoch liegen. Sie müssen vor dem Krankenhausaufenthalt jedoch bei Ihrer Krankenversicherung eine Kostenübernahme-Erklärung beantragen. Somit kann das Krankenhaus direkt mit Ihrer Krankenkasse abrechnen. Für private Krankenzusatzversicherungen sollten zuallererst die Rechnungen der gesetzlichen Krankenkasse eingereicht werden. Die nicht beglichenen Leistungen reichen Sie dann Ihrer Zusatzversicherung zur Erstattung ein. Bestehen Krankenhaustagegelder reicht es aus, wenn Sie sich vom Krankenhaus eine Bescheinigung über die Dauer des Krankenhausaufenthaltes unter Angabe des Namens des Patienten und die Bezeichnung der Erkrankung (Grund des Aufenthaltes) ausstellen lassen. Es gilt das Kostenerstattungsprinzip.

für Krankentagegeld: Voraussetzung für die Inanspruchnahme des vereinbarten Krankentagegeldsatzes ist die unverzügliche Anmeldung der Krankheit bei Ihrer Krankenversicherung. Schauen Sie in Ihrem Vertrag nach den einzuhaltenden geltenden Fristen oder fragen Sie telefonisch bei Ihrer Kasse nach. Der Versicherer benötigt eine schriftliche Krankmeldung durch den Arzt. Hierzu erhalten Sie ein separates Formblatt zugeschickt, auf welchem der Arzt unter anderem die Dauer der Arbeitsunfähigkeit bescheinigen muss.

"Privatpatient" werden und trotzdem weniger bezahlen, als ein Kassenpatient?

Selbstständige, Freiberufler und Beamte können uneingeschränkt in die Private Krankenversicherung wechseln. Gleiches gilt für Angestellte mit einem Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze. Erfüllen Sie diese Voraussetzungen nicht, können Sie dennoch Ihren Versicherungsschutz über private "Zusatztarife" aufwerten.

Das Privileg "privat versichert" zu sein nutzen viele Berechtigte nicht nur wegen der weitaus besseren Leistungen. Auch die Beiträge sind in der PKV oftmals günstiger, als in der gesetzlichen Krankenversicherung - vorausgesetzt man ist beim richtigen Anbieter.

Tipp: Ob Sie bereits privat versichert sind, oder es noch vorhaben: Vergleichen Sie vor einem Wechsel über 38 Gesellschaften und sparen Sie so "regelmäßig" bis zu mehrere hundert Euro monatlich - kostenlos und unverbindlich!

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