Was ist die Versicherungspflichtgrenze in der PKV?

Die Versicherungspflichtgrenze wird auch als Arbeitsentgeltgrenze bezeichnet und stellt den Grenzwert des Jahresarbeitsentgelts dar, bis zu dem ein Arbeitnehmer sich in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)  pflichtversichern muss, bzw ab wann die Versicherungspflicht entfällt und ein Beitritt in die private Krankenversicherung möglich ist.
 

Mit dem GKV-Finanzierungsgesetz 2011 wurde die alte Rechtslage wieder eingeführt, wie sie vor der letzten Gesundheitsreform im Jahre 2007 galt: Angestellte werden mit Ablauf des Jahres versicherungsfrei, in welchem ihr Gehalt die Jahresarbeitsentgeltgrenze (oder auch Versicherungspflichtgrenze) übersteigt und voraussichtlich auch im Folgejahr oberhalb dieser Grenze liegen wird.
 

Weil die neuen Regelungen bereits am 31. Dezember 2010 in Kraft treten, schieden Ende 2010 auch Arbeitnehmer aus der Versicherungspflicht aus, deren Gehalt diese Verdienstgrenze erstmalig in 2010 überschritten hat. Diese Jahresarbeitsentgeltgrenze lag im Jahr

2010 bei 49.950 Euro

und wurde ab

2011 leicht auf 49.500 Euro gesenkt

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"Privatpatient" werden und trotzdem weniger bezahlen?

Selbstständige, Freiberufler und Beamte können in die Private Krankenversicherung wechseln. Gleiches gilt für Angestellte mit einem Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze. Erfüllen Sie diese Voraussetzungen nicht, können Sie dennoch Ihren Versicherungsschutz über private "Zusatztarife" aufwerten.

Das Privileg "Privatpatient" zu sein nutzen viele Berechtigte nicht nur wegen der weitaus besseren Leistungen. Auch die Beiträge sind in der PKV oftmals günstiger, als in der gesetzlichen Krankenversicherung - vorausgesetzt man ist beim richtigen Anbieter.
 

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