Was sind die wichtigsten privaten Krankenzusatztarife?

Der Zugang zur privaten Krankenversicherung steht für alle Selbständigen, Freiberuflern, Beamten und Angestellten, die ein jährliches Einkommen über 48.150 Euro (Stand 2009) haben, offen. Als Arbeitnehmer oder Angestellter unterhalb dieser Einkommensgröße ist man hingegen dazu gezwungen, in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert zu bleiben. Dennoch können Sie als gesetzlich Krankenversicherter ihren Versicherungsschutz der gesetzlichen Krankenkasse über sogenannte private Zusatzversicherungen aufbessern und auf privatem Niveau gestalten. Und dies ist in Anbetracht der großen Unterschiede in der medizinischen Behandlung auch dringend anzuraten. Der Gesetzgeber hat im Laufe der Jahre veranlasst, dass immer mehr Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung gekürzt oder gestrichen werden - Eigenanteile mit der Zuzahlungspflicht bei Medikamenten und der Praxisgebühr eingeführt. Der Andrang nach privaten Zusatzversicherung wird fortlaufend größer.

Zu den wichtigsten und beliebtesten privaten Zusatzversicherung bzw Ergänzungsversicherungen zählt die stationäre Krankenzusatzversicherung. Mit dieser wird man bei einem Krankenhausaufenthalt in einem Ein- oder Zweibettzimmer untergebracht und kommt in den Genuss der freien Arzt- und Krankenhauswahl, sowie der Behandlung durch einen Chefarzt. Die Kranenhauszusatzversicherung sollte unbedingt so früh wie möglich abgeschlossen werden. Denn zum Einen sind die Beiträge hierfür verhältnismäßig gering, je niedriger das Eintrittsalter ist, zum anderen wird der Gesundheitszustand der letzten 10 Jahre vor Vertragsbeginn abgefragt. Schon kleinere Erkrankungen können hier zum Beitragszuschlag oder Risikoausschluss, bzw Ablehnung führen. Ein Annahmezwang wie in der gesetzlichen Krankenversicherung besteht in der privaten Krankenversicherung nämlich nicht. Für neugeborene Kinder schwankt der Beitrag für eine private Krankenhauszusatzversicherung in der Regel zwischen 4 und 8 Euro. Der Beitrag steigt nach gewissen Altersstufen an. Für 35- jährige liegt der Tarifbeitrag in der Regel zwischen 35 und 55 Euro monatlich.

Neben der stationären Krankenhauszusatzversicherung gibt es auch noch die Möglichkeit, den ambulanten Bereich auf privatem Versicherungsniveau zu gestalten. Doch ist diese Form der Zusatzversicherung im Vergleich zur Krankenhauszusatzversicherung extrem teuer. Auch für die Bereiche Zahnbehandlungen und orthopädischen Leistungen, sowie der Behandlung durch Heilpraktiker bietet die private Krankenversicherung spezielle Zusatztarife. Beliebt ist hier vor allem die Zahnzusatzversicherung, weil hier die gesetzliche Krankenversicherung für Zahnersatz und kieferorthopädische Behandlungen starke Leistungsbegrenzungen vorweist. Leider wird der Krankentagegeldversicherung ein geringer Stellenwert zugeordnet, obwohl diese mit zu den wichtigsten Ergänzungsversicherungen zählt. Diese erbringt im Krankheitsfalle nach dem 43. Tag (Ende der Lohnfortzahlung) einen finanziellen Ausgleich in Höhe des vereinbarten Tagessatzes. Somit können die entstehenden Unkosten durch den Verdienstausfall leicht bewältigt werden. Als Pflichtversicherter einer gesetzlichen Krankenkasse können Sie den Versicherer für die privaten Zusatzversicherungen frei auswählen. Doch hier sollte man zuvor die Tarife mehrerer Gesellschaften miteinander vergleichen.

Erfüllt man die Voraussetzungen für eine private Krankenvollversicherung (z.B. Selbständiger oder Beamter) sollte man dieses Privileg auch nutzen, und sich gänzlich privat versichern. Denn die Beiträge in der privaten Krankenversicherung richten sich frei nach den gewählten Tarifen. Wenn man ohnehin vor hat, den Versicherungsschutz über private Krankenzusatztarife aufzubessern, ist im Regelfall eine Vollversicherung günstiger. Auch hier sollte man vor Abschluss oder Wechsel mehrere Gesellschaften miteinander vergleichen. Weiter zum kostenlosen Versicherungsvergleich >>>

Letzte Änderung: Juli 2020

Steigende Krankenkassenbeiträge:
Privatpatienten zahlen oftmals weniger!

Selbstständige, Freiberufler und Beamte können uneingeschränkt in die Private Krankenversicherung wechseln. Gleiches gilt für Angestellte mit einem Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze.

Das Privileg "privat versichert" zu sein nutzen viele Berechtigte nicht nur wegen der weitaus besseren Leistungen. Auch die Beiträge sind in der PKV oftmals günstiger, als in der gesetzlichen Krankenversicherung - vorausgesetzt man ist beim richtigen Anbieter.

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