Wie wichtig ist eine Krankenzusatzversicherung?

Die Krankenzusatzversicherung bietet pflichtversicherten Mitgliedern in der gesetzlichen Krankenversicherung die Möglichkeit, den immer spärlicher werdenden Versicherungsschutz mit attraktiven Tarifen aus der privaten Krankenversicherung aufzubessern. Durch den Abschluss einer privaten Krankenzusatzversicherung bekommen Versicherte eine erhöhte Kostenübernahme im Krankheitsfall. Durch die in den vergangenen Jahren immer größeren Löcher in den Krankenkassen wurden in der letzten Zeit mehrere Gesundheitsreformen ins Leben gerufen, die den Sozialversicherten immer mehr finanziell belasten und die Leistungen kürzen. Besonders bemerkbar hat sich dies beim Zahnersatz gemacht.

Eine Krankenzusatzversicherung kann praktisch jedes Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung bei einer privaten Krankenversicherung mit freier Wahl abschließen. Die beliebtesten Tarife stellen die stationären Zusatzversicherungen dar, wie zum Beispiel die Krankenhauszusatzversicherung mit Chefarztbehandlung und Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer. Die Beiträge einer Zusatzversicherung hängen vom Gesundheitszustand des Antragsstellers, dem Geschlecht, dem Eintrittsalter und den gewählten Tarifen ab. Besonders für Kinder ist der Abschluss von Zusatzversicherungen aufgrund des geringen Beitragsniveaus sinnvoll. Eine Krankenhauszusatzversicherung ist für Kinder bis zum 18. oder 20. Lebensjahr schon für ca. 6-8 Euro im Monat zu haben. In jedem Fall sollte man die Leistungen und Tarife mehrerer Versicherungen miteinander vergleichen lassen. (Kostenloser Vergleich von Krankenzusatztarifen >>>)
 

Zu den wichtigsten Zusatztarifen zählen unter anderem:

Zweibettzimmer / Chefarzt
Sie haben Anspruch auf ein Zweibettzimmer im Krankenhaus und Sie können den Arzt frei wählen. Die Erstattung der Arzthonorare sollte hier über die Höchstsätze der Gebührenordnung hinaus gehen. Sie haben in der Regel die freie Krankenhauswahl. Auch die Mehrkosten durch Preisdifferenzen sind abgedeckt..

Ambulante Heilbehandlungen
Mit den ambulanten Heiltarifen sind Sie auch bei Ihrem Hausarzt immer Privatpatient. Die Leistungen können jedoch stark variieren, die Beiträge hierfür sind sehr hoch gegenüber der Krankenhauszusatzversicherung, da ambulante Behandlungen weitaus häufiger vorkommen, als stationäre.

Krankentagegeld
Besonders für Selbstständige und Freiberufler wichtig, da diese keinen Schutz im Krankheitsfall besitzen. Mit einer Krankentagegeldversicherung bekommen Sie den vereinbarten Tagessatz ab der vereinbarten Karenzzeit für die Dauer der Erkrankung gezahlt. Angestellte können erst ab dem 43. Tag eine Krankentagegeldversicherung abschließen, da zuvor eine Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber stattfindet. In der Krankentagegeldversicherung gilt: Je früher der vereinbarte Tag der Geldleistung, desto höher der Beitrag.

Pflegezusatzversicherung
Um die im Pflegefall eintretenden Kosten zu decken, benötigt man eine Pflegezusatzversicherung. Die gesetzliche Pflegeversicherung zahlt bei stationärer Pflegebehandlung nur die pflegebedingten Kosten und nur maximal 1.432 Euro im Monat. Die tatsächlich anfallenden Kosten liegen jedoch zwischen 2.500 und 3.500 Euro monatlich. Die Pflegezusatzversicherung kann z.B. als Pflegetagegeld abgeschlossen werden. Zusatztarife, wie z.B. die Krankenhaustagegeldversicherung, Heilpraktikerbehandlungen, usw. sind vom Risiko gesehen nicht allzu wichtig.


Generell gilt, dass man das größtmöglichste Risiko absichern sollte. Ergänzungstarife, wie zum Beispiel Zahnzusatzversicherungen oder Sehhilfen sind nur bedingt zu empfehlen, da diese auch nur einen gewissen Teil der entstehenden Kosten ersetzen und mehrere hundert Euro im Jahr kosten.

Letzte Änderung: Juli 2020

Hohe Krankenkassenbeiträge:
"Privatpatienten" zahlen oftmals weniger!

Selbstständige, Freiberufler und Beamte können uneingeschränkt in die Private Krankenversicherung wechseln. Gleiches gilt für Angestellte mit einem Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze.

Das Privileg "privat versichert" zu sein nutzen viele Berechtigte nicht nur wegen der weitaus besseren Leistungen. Auch die Beiträge sind in der PKV oftmals günstiger, als in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Tipp: Ob Sie bereits privat versichert sind, oder es noch vorhaben: Vergleichen Sie über 38 Gesellschaften und sparen Sie viel Geld - kostenlos und unverbindlich!
 

Weiter zum kostenlosen PKV-Vergleich >>>

Beliebte Artikel zum Thema:

Das so genannte Krankenhaustagegeld ist eine versicherungstechnische Zusatzleistung, die nur über eine private Zusatzpolice abgesichert werden kann. In Standardtarifen der PKV sowie in der gesetzlichen Versicherungsvariante ist das
Der Zugang zur privaten Krankenversicherung steht für alle Selbständigen, Freiberuflern, Beamten und Angestellten, die ein jährliches Einkommen über 48.150 Euro (Stand 2009) haben, offen. Als Arbeitnehmer oder Angestellter unterhalb dieser
Als Kassenpatient im Krankenhaus wie ein privat Versicherter behandelt zu werden - eine stationäre Zusatzversicherung macht es möglich. Praktisch jeder private Krankenversicherer hat entsprechende Tarife im Angebot. Erhebliche Unterschiede gibt es
Versicherungen sind nicht statisch. Es gibt immer wieder neue Entwicklungen und Angebote - entsprechend veränderten Bedürfnissen von Versicherten und Entwicklungen am Markt. Das gilt auch im Umfeld der Krankenversicherung. Eine solche Innovation ist
Lange gab es in der GKV nur einen Einheitstarif nach dem Motto „gleiche Leistung für alle“. 2007 wurden im Zuge des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes Wahltarife eingeführt. Seither haben GKV-Mitglieder auch im Rahmen des gesetzlichen Systems die
In Deutschland haben derzeit etwa 8 Millionen Menschen eine private Krankenvollversicherung, der Rest der Bevölkerung ist in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Anders sieht es aber im Bereich der privaten Krankenzusatzversicherungen aus, von
Im Zeitalter der Globalisierung ist das Reisen über Grenzen hinweg gang und gäbe. Ob im Urlaub, für berufliche Zwecke oder im Rahmen von Studium und Ausbildung - Entfernungen spielen dank Flugzeug heute kaum noch eine Rolle. Ferien in Thailand, eine
Die gesetzliche Pflegeversicherung war von Anfang an nicht auf Deckung aller Kosten hin konzipiert. Schon als sie 1995 eingeführt wurde, war klar, dass sie im Pflegefall nur einen mehr oder weniger großen Teil der tatsächlichen Kosten würde
Niemand ist vor dem Risiko gefeit, irgendwann in seinem Leben pflegebedürftig zu werden. In der Regel sind davon vor allem ältere Menschen betroffen. Aber auch in jüngeren Jahren besteht durchaus ein Pflegerisiko - zum Beispiel infolge eines Unfalls
Wird ein Arbeitnehmer in Deutschland krank, zahlt der Arbeitgeber das Gehalt zunächst weiter. Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ist gesetzlich geregelt und sorgt in den ersten sechs Wochen der Erkrankung für Gehaltskontinuität. Danach stellt der