Digitalisierung – auch in der PKV auf dem Vormarsch

Die Digitalisierung erfasst immer mehr Lebensbereiche. Auch in der PKV ist sie längst angekommen, obwohl der Kontakt zwischen Versicherung und Versichertem nach wie vor stark papiergestützt erfolgt. Das gilt vor allem für die Abrechnungen. Doch das dürfte sich in Zukunft ändern. Denn der harte Wettbewerb und der zunehmende Kostendruck zwingen die Unternehmen dazu, kundenfreundliche Lösungen einzuführen und möglichst schlanke Prozesse zu realisieren. Die Digitalisierung bietet hierfür ungeahnte Chancen.

Ein Beispiel dafür ist das von der AXA Versicherung gemeinsam mit der CompuGroup Medical AG (CGM) realisierte ePortal „Meine Gesundheit“, das sicher Nachahmung in der Branche finden dürfte. Die beiden Partner haben zur Umsetzung des Projektes eigens ein Joint Venture – die MGS Meine-Gesundheits-Services GmbH – gegründet. Das Portal wurde im Zeitraum November 2015 bis April 2016 umfangreich getestet und befindet sich mittlerweile im Breiteneinsatz. Versicherte und Ärzte können es kostenlos nutzen.
 

Vernetzung aller Gesundheits-Beteiligten

Mit „Meine Gesundheit“ werden erstmals alle an Gesundheitsleistungen Beteiligten - Patient bzw. Versicherter, Arzt und Krankenversicherung – konsequent miteinander vernetzt. Dadurch sollen Abläufe vereinfacht und Abrechnungen schneller erfolgen als bisher. Die Plattform soll auch für Informationsangebote genutzt werden. Ein konsequenter Ausbau des Leistungsspektrums ist geplant. Der Versicherungsnehmer erhält über seine Registrierung und Anmeldung einen persönlichen Zugang zu „Meine Gesundheit“. In diesem Rahmen kann er die digitalen Leistungen des ePortals in Anspruch nehmen und Informationen abrufen.
 

Digitales Rechnungsmanagement

Herzstück des ePortals ist das digitale Rechnungsmanagement. Es erlaubt den Versicherten erstmals, alle Abrechnungen mit der Krankenversicherung komplett papierlos durchzuführen. Ärzte, die über die entsprechende Zugangs-Software verfügen, können ihre Rechnungen an die Patienten direkt digital hochladen und ersparen sich damit ebenfalls den postalischen Versand. Der Ablauf sieht idealtypisch wie folgt aus:

  • der behandelnde Arzt stellt seine Rechnung direkt auf das ePortal ein;
  • der Versicherungsnehmer kann auf „Meine Gesundheit“ alle aufgelaufenen Rechnungen einsehen, er entscheidet, wann er sie bei seiner Krankenversicherung einreicht;
  • die Einreichung erfolgt ebenfalls elektronisch. Papier-Rechnungen können eingescannt oder als Foto hochgeladen und so mitberücksichtigt werden;
  • die Leistungsabrechnung wird direkt über das ePortal realisiert. Der Versicherungsnehmer kann dabei jederzeit den Bearbeitungsstatus nachverfolgen.
     

Weitere Services im Überblick

Über das Rechnungsmanagement hinaus bietet „Meine Gesundheit“ eine Suchfunktion zur passenden Arztwahl und ein elektronisches Adressbuch mit den Kontaktdaten von Ärzten und Gesundheits-Dienstleistern. Auch eine Online-Terminvereinbarung und –verwaltung ist möglich. Im „Nachrichtenteil“ informiert „Meine Gesundheit“ den Versicherungsnehmer individuell zugeschnitten über medizinische und versicherungsrelevante Themen. Hinweise und Tipps zu Vorsorge und Gesundheit werden ebenso gegeben.

Titelbild: iconimage – fotolia.com

Hohe Krankenkassenbeiträge:
"Privatpatienten" zahlen oftmals weniger!

Selbstständige, Freiberufler und Beamte können uneingeschränkt in die Private Krankenversicherung wechseln. Gleiches gilt für Angestellte mit einem Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze.

Das Privileg "privat versichert" zu sein nutzen viele Berechtigte nicht nur wegen der weitaus besseren Leistungen. Auch die Beiträge sind in der PKV oftmals günstiger, als in der gesetzlichen Krankenversicherung.

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