Versicherungspflicht und Befreiung in der gesetzlichen Krankenversicherung

    Grundsätzlich ist jeder Arbeitnehmer oder Auszubildende in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert, wenn dieser eine überwiegend abhängige Beschäftigung gegen Entgelt ausübt, und dessen Einkommen unter der Versicherungspflichtgrenze (auch Jahresarbeitentgeltgrenze genannt) der GKV liegt (2009: 4050,00 Euro monatliches Bruttoeinkommen). Die Versicherungspflichtgrenze ändert sich von Jahr zu Jahr. Darüber hinaus sind unter bestimmten Voraussetzungen auch weitere Personengruppen versicherungspflichtig in der GKV. Hierzu gehören Studenten, Rentner, Berufsunfähigkeitsrentner, Bezieher von Arbeitslosengeld oder Hartz4. Bei Studenten gelten jedoch besondere Ausnahmen, siehe: Private Krankenversicherung für angehende Studenten - was ist zu beachten? Weil es jedoch eine Vielzahl von Einzelbestimmungen gibt, sollten Sie in hier nicht geschilderten Fällen bei der Krankenkasse nachfragen, und die Versicherungspflicht prüfen lassen. Eine Besonderheit gilt für alle, die das 55. Lebensjahr vollendet haben und versicherungspflichtig werden. Wenn dieser bisher freiwillig Versicherte Personenkreis keinen ausreichenden Bezug zur gesetzlichen Krankenversicherung nachweisen kann, bleibt weiterhin von der Versicherungspflicht befreit - auch wenn dann die Voraussetzungen für die GKV gegeben sind. Zum Beispiel, wenn innerhalb der letzten fünf Jahre keine gesetzliche Krankenversicherung vorlag. Dasselbe gilt dann auch für Ehepartner, wenn auf diesen die genannten Voraussetzungen zutreffen. Ehegatten von privat Versicherten Beamten, Selbständigen oder versicherungsfreien Arbeitnehmern, die nach dem 55. Lebensjahr eine versicherungspflichtige Beschäftigung aufnehmen, haben ebenfalls keinen Zugang zur gesetzlichen Krankenversicherung.

    Freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung wird man automatisch mit Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit. Als Angestellter nur, wenn man mindestens 3 Jahre in Folge mit dem Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze (auch Jahresarbeitsentgeltgrenze genannt) gelegen hat. Die Zeit einer Familienversicherung wird hier mit berücksichtigt. Ein Antrag auf freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung muss hier innerhalb von 3 Monaten durchgeführt werden.

    Generell ist immer zu einer privaten Krankenversicherung zu raten. Die Unterschiede zur gesetzlichen Krankenversicherung werden mit jeder Leistungskürzung der gesetzlichen Kassen größer. Und oftmals sind nicht nur die Leistungen einer privaten Krankenversicherung weitaus umfangreicher. Die Beiträge weichen entweder geringfügig oder gar nicht von denen in der gesetzlichen Krankenversicherung ab - je nach Tarifart. Sie sollten daher immer vor Wechsel in die private Krankenversicherung einen Leistungsvergleich anfordern.

    Was kostet die private Krankenversicherung?

    Wenn Sie sich für eine private Krankenversicherung interessieren sollten Sie immer mehrere Anbieter miteinander vergleichen. Nutzen Sie hierfür doch unseren kostenlosen Versicherungsvergleich! Auf Wunsch wird der Kontakt zu einem unabhängigen Versicherungsberater in Ihrer Nähe hergestellt, der mehrere Anbieter (auch Testsieger) miteinander vergleicht, und das für Sie beste Angebot auswählen kann.
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    Hohe Krankenkassenbeiträge:
    "Privatpatienten" zahlen oftmals weniger!

    Selbstständige, Freiberufler und Beamte können uneingeschränkt in die Private Krankenversicherung wechseln. Gleiches gilt für Angestellte mit einem Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze.

    Das Privileg "privat versichert" zu sein nutzen viele Berechtigte nicht nur wegen der weitaus besseren Leistungen. Auch die Beiträge sind in der PKV oftmals günstiger, als in der gesetzlichen Krankenversicherung.

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