Was ist das Krankentagegeld für Arbeitnehmer?

    Die Krankentagegeldversicherung zählt zu den wichtigsten Versicherungsformen in der Krankenversicherung. Leider wird die Bedeutung dieser wichtigen Absicherung oft unterschätzt. Die Krankentagegeldversicherung sichert den Verdienstausfall eines Arbeitnehmers ab, wenn im Krankheitsfall die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber endet. Die Höhe des zu versichernden Tagegeldsatzes hängt von dem Einkommen ab. Nach dem sog. Bereicherungsverbot darf das Tagegeld nicht höher liegen, als das tägliche Nettoeinkommen. Bei der Höhe des Krankentagegeldsatzes sollte man sich daher am monatlichen Nettoverdienst plus Sozialversicherungsabgaben für die Rentenversicherung richten.

    Berücksichtigt werden muss auch die Dauer der Lohnfortzahlung. Oftmals bestehen betriebliche Vereinbarungen, die eine Lohnfortzahlung auch über den gesetzesmäßigen Satz von 6 Wochen hinausgehen. Dies sollte man im Vorfeld mit dem Arbeitgeber abklären, und daraufhin den Tagessatz ausrichten. Zuallermeist jedoch endet die Lohnfortzahlung zum 43. Tag der Krankschreibung. Ab dann beginnen die normalen Tarife der privaten Krankenversicherungen bzw Krankenzusatzversicherungen, und zahlen das vereinbarte Krankentagegeld. Auf Wunsch kann der Beginn der Zahlung des Krankentagegeldes weiter hinausgeschoben werden. Tritt das Krankentagegeld zum Beispiel erst nach einer Karenzzeit von 10 Wochen ein, sind die zu entrichtenden Beiträge für die Krankentagegeldversicherung enstprechend niedriger. Ihnen muss jedoch hier bewusst sein, dass ein Monat Verdienst wegfällt.

    Klären Sie vor Abschluss einer Krankentagegeldversicherung folgende Punkte mit der Versicherung ab:

    • Besteht die Möglichkeit, das Krankentagegeld ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen, wenn z.B. das Gehalt ansteigt? (– Hier bieten viele Versicherer eine festgelegte Dynamik an)
    • welche Wartezeiten bestehen?
    • leistet die Krankentagegeldversicherung auch bei Schwangerschaft?
    • leistet die Versicherung auch, wenn währen einer Arbeitslosigkeit der Krankheitsfall eintritt?


    Sowohl für Pflichtversicherte Arbeitnehmer als Versicherte in einer gesetzlichen Krankenkasse, als auch freiwillig Versicherte in der GKV oder PKV ist die Krankentagegeldversicherung anzuraten. Ihnen steht hier frei, bei welchem Unternehmen Sie das Krankentagegeld abschließen. Beachten Sie, dass der Gesundheitszustand abgefragt wird. Vor Abschluss sollten Sie die Krankentagegeldtarife mehrerer Gesellschaften miteinander vergleichen.

    Vorsicht geboten bei "Lockvogeltarifen"!

    Die Preisunterschiede in der Privaten Krankenversicherung variieren zum Teil deutlich. Nicht selten locken Anbieter mit günstigen "Einstiegsbeiträgen" (z.B. Berufseinsteiger, Anwärter, Studenten), die sich jedoch später im Haupttarif verteuern können. Fragen Sie daher immer nach dem Beitrag, der nach einer etwaigen Karenzzeit anfällt. Wählen Sie zudem immer einen Anbieter, der auch Beitragsrückerstattungen auszahlt. Nutzen Sie hierfür unseren kostenlosen PKV-Vergleich und sparen Sie regelmäßig mehrere hundert Euro im Jahr ein!

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