Was ist der PKV-Verband?

    Im Jahr 2014 ist hierzulande die Gesamtzahl an privaten Voll- und Zusatzversicherungen auf 32,76 Millionen gestiegen: Die Zahl der Krankenvollversicherungen beträgt somit 8,83 Millionen und der Anstieg der Zusatzpolicen auf 23,93 Millionen zeigt den ungebrochen großen Trend hin zur Aufstockung des schrumpfenden Leistungsumfanges der gesetzlichen Krankenversicherung. Die jährlichen Beitragseinnahmen der privaten Krankenversicherungsgesellschaften liegen bei etwa 33 Milliarden Euro. Vor allem im Bereich der privaten Pflegeversicherung konnte in den letzten Jahren ein wahrer Boom verzeichnet werden. Doch welcher Verband kümmert sich um die Interessen und Ziele der privaten Krankenversicherung? Wo und wie werden welche Aufgaben und Serviceleistungen übernommen?

    Was Leser hier für den PKV-Verband erfahren

    Nach einer Vorstellung der Zahlen, Fakten und Strukturen soll es im Wesentlichen um die Aufgaben und Ziele dieses Verbandes gehen. Ein weiterer Fokus soll auf das gesundheitspolitische Engagement sowie mögliche Serviceleistungen für privat Versicherte gelegt werden. Insofern soll die Lektüre dieses Porträts auch dazu beitragen, dass Versicherte den Verband besser kennenlernen und sein Service- und Informationsangebot besser nutzen können.
     

    Der Verband der privaten Krankenversicherung stellt sich vor

    Der hier vorgestellte PKV-Verband fördert und vertritt die allgemeinen Interessen der privaten Kranken- und Pflegeversicherung sowie konkret seiner Mitgliedsunternehmen im nationalen und auch europäischen Umfeld. Gegründet wurde der Verband im Jahr 1946. Sein Sitz ist in Köln. Insgesamt zählt der Verband 43 ordentliche sowie 7 außerordentliche Mitglieder (diese betreiben die Krankenversicherung zusammen mit einem anderen Geschäftszweig). Die Postbeamtenkasse sowie die Krankenversorgung der Beamten der Bundesbahn gelten als verbundene Einrichtungen des PKV-Verbandes. Die Stärke bzw. Geschlossenheit des PKV-Verbandes zeigt sich eindrucksvoll an der Tatsache, dass die vertretenen Mitgliedsunternehmen beinahe den vollständigen Markt der privaten Voll- und Zusatzversicherungen hierzulande abdecken. Von den 43 Mitgliedsunternehmen sind 25 Aktiengesellschaften sowie 18 Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit vertreten.

    Der Verband nimmt regelmäßig Stellung zu Fragen der Sozial- oder Ordnungspolitik. Auch die Teilnahme an parlamentarischen Anhörungen ist keine Seltenheit. So ist es möglich, Positionen der PKV mit in die deutsche bzw. europäische Gesetzgebung einzubringen. Darüber hinaus werden Mitgliedsunternehmen hinsichtlich Grundsatzfragen der Tarifgestaltung beraten, was etwa intensiv im Rahmen der Einführung des Basistarifes geschehen ist. Versicherungsunternehmen, die Mitglied des PKV-Verbandes werden wollen, müssen ihren Geschäftsbetrieb in Deutschland haben und eine Zulassung durch eine Landesaufsichtsbehörde oder die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) erlangen.
     

    Aufgaben des PKV-Verbandes in der Übersicht

    Zu den Kernaufgaben und zentralen Kompetenzen des PKV-Verbandes zählt die Vertretung und Förderung der Interessen aller Mitglieder. Stellungnahmen zu aktuellen Gesetzgebungsverfahren und sozialpolitischen Diskussionen sowie die Begleitung von Gesetzgebungsverfahren geben den Anliegen der PKV regelmäßig ein öffentlichkeitswirksames Gesicht. Die wichtigste Aufgabe des Verbandes ist es, die vielfältigen Interessen der Mitglieder zu bündeln und so auch ausgleichend zu wirken. In diesem Sinne ist der PKV-Verband die zentrale Anlaufstelle für alle Mitgliedsunternehmen. Diese Aufgabe nimmt der PKV-Verband seit seiner Gründung nun schon seit fast 70 Jahren war, wobei die steigende Zahl an privat Krankenversicherten gewissermaßen für eine größere Machtbasis mit öffentlicher Wirksamkeit sorgt. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Beratung von angeschlossenen Mitgliedsunternehmen mit Blick auf die Tarifgestaltung. Als zentrale Interessensvertretung bewirkt der PKV-Verband auch Rechtssicherheit, da er als Dachorganisation einen Rahmen vorgibt, der für Orientierung im Wettbewerb sorgt.
     

    Was sind die Positionen des PKV-Verbandes?

    Zu den wichtigsten Forderungen und Aufgaben des Verbandes zugleich gehört es, die Finanzierbarkeit der anfallenden Gesundheitskosten zu gewährleisten, wobei der demografische Wandel (= die alternde Gesellschaft) und der rasante medizinisch-technologische Fortschritt zu berücksichtigen ist. Die Bevölkerungsstruktur und –entwicklung sind also die zentralen Grundlagen für eine Verbandspolitik, die sich an der Wirklichkeit orientiert. Die Zahlen und Fakten zum Gesundheitsbereich in Deutschland zeigen, dass die PKV einen starken und unverzichtbaren Beitrag zur Finanzierung des Gesundheitswesens leistet. Daher finden Stellungnahmen zu wichtigen Aspekten der Pflege- und Gesundheitspolitik regelmäßig Gehör in Gesellschaft und Politik.

    Klar ist, dass die Vielzahl von 43 Mitgliedern für eine große Interessensvielfalt sorgt. In diesem Sinne muss es die Aufgabe des Verbandes sein, die Interessen zu bündeln und so gemeinsame Positionen zu definieren und geschlossen nach außen zu tragen. Insofern sammelt dieser Dachverband alle Stimmen der Mitglieder, um eine einheitliche und machtvolle Position einzunehmen. Für die privaten Krankenversicherungsunternehmen wäre es eine immense Schwächung, wenn sie sich alle selbstständig zu Grundsatzanliegen positionieren müssten. Der PKV-Verband dafür, dass alle Versicherungsunternehmen bei wichtigen Fragen mit einer starken Stimme als Sprachrohr reden, die in der Öffentlichkeit Gehör findet. Naturgemäß sieht der Verband die private Krankenversicherung in Deutschland als zentrale Säule, um die Qualität im Gesundheitssystem zu wahren und langfristig für bezahlbare Gesundheitskosten zu sorgen. Klare Positionen vertritt der Verband auch zu den Altersrückstellungen für eine spätere Beitragsentlastung, die zuletzt in der Kritik standen. Die Tatsache, dass die Rücklagen jüngst trotz Schuldenkrise und schwacher Zinsen die Marke von 200 Milliarden Euro überboten haben, zeigt, dass dieser Ansatz für eine nachhaltige Finanzierbarkeit von Erfolg geprägt ist. Ein großes Anliegen ist es zudem, federführend mit Blick auf innovative Gesundheitsleistungen und Behandlungsmethoden zu sein und so neue Entwicklungen konsequent zu forcieren. Letztlich kommen privat Krankenversicherte so in den Genuss einer optimalen Gesundheitsversorgung, die sich an den neuesten Möglichkeiten orientiert.
     

    Gesundheitspolitisches Engagement des PKV-Verbandes

    Der PKV-Verband befasst sich nicht nur mit einem stabilen Gesundheitssystem, sondern er übernimmt auch aktiv Verantwortung in vielen sozialen Bereichen. So beteiligt sich der Verband seit 2011 freiwillig an der Finanzierung der so genannten Unabhängigen Patientenberatung, die telefonisch auch auf Fremdsprachen wie Türkisch oder Russisch möglich ist. Ein großes Anliegen ist dem Verband der Bereich der Prävention: So investiert er jedes Jahr deutlich über 10 Millionen Euro für Maßnahmen respektive Kampagnen, um die Ausbreitung von AIDS zu verhindern und entschieden gegen den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen vorzugehen. Andere Initiativen haben es sich zum engagierten Ziel gesetzt, die Gesundheit im Alter zu verbessern, um die Lebensqualität nachhaltig zu erhöhen. Nach den jüngsten Skandalen nimmt der PKV-Verband auch beim Thema Organspende aktiv gesellschaftliche Verantwortung war, indem Aufklärungskampagnen organisiert und Organspendeausweise verschickt werden.
     

    PKV-Verband: Service und Informationen im Internet

    Sehr interessant und empfehlenswert für Interessenten bzw. Privatversicherte ist die Internetpräsenz des Verbandes, auf der eine Vielzahl an Informationen in Bezug auf die private Krankenversicherung angeboten werden (viele nützliche Dateien auch als PDF-Download). Im Bereich Zahlen & Fakten können sich Besucher einen Eindruck über die Arbeit des Verbandes sowie die Entwicklung der privaten Krankenversicherung insgesamt verschaffen. Sehr hilfreich sind auch die Darstellungen zu den Rechtsquellen: Hier können sich Interessenten kompakt mit allen gesetzlichen Grundlagen vertraut machen. Zahlreiche Broschüren zu alltagsnahen und gesundheitsrelevanten Themen können bestellt oder downgeloadet werden. Dies gilt auch für die regelmäßig erscheinende Verbandszeitschrift ‚PKV publik‘. Über die Aktivitäten informiert der Rechenschaftsbericht für das jeweilige Kalenderjahr ausführlich. Aktuelle Meldungen und Pressemitteilungen zu wichtigen Themen und Fragen der Gesundheitspolitik gewähren einen Einblick in die momentan relevanten Ziele und Aufgaben des Verbandes. Mit dem informativen Portal der derprivatpatient.de hat der Verband eine virtuelle Anlauf- und Servicestelle geschaffen, die Interessenten oder wechselwilligen gesetzlich Versicherten viele nützliche Hilfestellungen zur Hand gibt.
     

    Zusammenfassung mit allen wichtigen Aspekten: Was ist und leistet der PKV Verband?

    • gegründet wurde er 1946; sein Sitz ist in Köln
    • er bündelt und vertritt als zentrales Sprachrohr (Dachorganisation) alle Mitgliedsunternehmen bzw. die Interessen der privaten Krankenversicherung in Deutschland
    • fachliche Beratung aller Mitglieder (z.B. mit Blick auf die Tarifgestaltung)
    • aktuell zählt der Verband 43 Mitgliedsunternehmen
    • zu den Hauptaufgaben gehört es, die Ziele der privaten Versicherungswirtschaft in Gesetzgebungsverfahren einzubringen (dies auf deutscher und europäischer Ebene)
    • Ziel der Bemühungen ist es, die hohe Qualität und die Bezahlbarkeit der Gesundheitsversorgung in Deutschland auf lange Sicht aufrecht zu erhalten
    • gesundheitspolitisches Engagement: besonders in den Bereichen Prävention, Organspende und Patientenberatung ist der Verband sehr aktiv
    • auf der Internetpräsenz bietet der Verband Kunden/Interessenten ein reiches Informationsangebot

     
    Die offizielle Internetseite des PKV-Verbandes finden Sie hier.

    Vorsicht geboten bei "Lockvogeltarifen"!

    Die Preisunterschiede in der Privaten Krankenversicherung variieren zum Teil deutlich. Nicht selten locken Anbieter mit günstigen "Einstiegsbeiträgen" (z.B. Berufseinsteiger, Anwärter, Studenten), die sich jedoch später im Haupttarif verteuern können. Fragen Sie daher immer nach dem Beitrag, der nach einer etwaigen Karenzzeit anfällt. Wählen Sie zudem immer einen Anbieter, der auch Beitragsrückerstattungen auszahlt. Nutzen Sie hierfür unseren kostenlosen PKV-Vergleich und sparen Sie regelmäßig mehrere hundert Euro im Jahr ein!

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