Welche Tarife gibt es in der privaten Krankenversicherung?

    Die Leistungen der privaten Krankenversicherungen finden sich in verschiedenen Tarifarten wieder. Der Versicherungsschutz kann in der privaten Krankenversicherung individuell und frei zusammengestellt werden. Umfang und Höhe des Versicherungsschutzes kann frei bestimmt werden. Wichtig: Der Abschluss einer privaten Krankenversicherung ist maximal bis zum 70. Lebensjahr möglich. Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung erfolgt der Versicherungsschutz nach vorheriger Gesundheitsprüfung. Bei gesundheitlicher Vorbelastung kann es durchaus sein, dass Sie nicht in der privaten Krankenversicherung angenommen werden.


    Man unterscheidet folgende Tarifarten:

    100%-Tarife mit oder ohne Selbstbeteiligung

    Die sogenannten 100%-Tarife sind spezielle Tarife für Personen, die nicht versicherungspflichtig sind. Sie bieten einen hundertprozentigen Versicherungsschutz, der Kunde kann sowohl im ambulanten als auch zahnärztlichen Bereich zwischen verschiedenen Selbstbeteiligungen pro Kalenderjahr wählen. Wurde eine Selbstbeteiligung vereinbart, wird bis zum Errreichen der Kosten innerhalb eines Jahres keine Leistung durch die private Krankenversicherung fällig. Übersteigen die Aufwendungen den Eigenanteil, werden die übersteigenden Behandlungskosten von der Versicherung erstattet.

     

    Quotentarife

    Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sogenannte Quotentarife zu vereinbaren. Mit diesen wird immer ein festgelegter prozentualer Anteil ersetzt. Diese Tarifart wurde speziell für Beamte entwickelt, die beihilfeberechtigt sind. Somit kann die tatsächliche Differenz zwischen Beihilfesatz und tatsächlichem Kostenaufwand gezielt gedeckt werden.

     

    Zusatztarife

    Die Zusatztarife wurden speziell für die Mitglieder einer gesetzlichen Krankenversicherung entwickelt, die versicherungspflichtig sind. Nach Vorleistung der gesetzlichen Krankenversicherung werden die gesonderten Kosten erstattet, die zum Beispiel Zusatzleistungen bei einer stationären Behandlung durch Chefärtze und Zuschläge für Einbettzimmer etstehen.

     

    Ergänzungstarif

    Zu den Ergänzungstarifen zählen zum Beispiel die Tarife, die die hohen Eigenanteile in der gesetzlichen Krankenversicherung bei Zahnersatz und Sehhilfen ausgleichen. Durch einen Ergänzungstarif werden die Kosten hierfür anteilig oder ganz - angelehnt an die Vorleistung der gesetzlichen Krankenversicherung - erstattet.

     

    Basistarif

    Der Basistarif wurde speziell für den Personenkreis entwickelt, der sich aufgrund der Gesundheitsreform nicht mehr in der gesetzlichen Krankenversicherung versichern kann. Der Basistarif ist an die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung angelehnt, dennoch beinhaltet dieser weitaus umfangreichere Kostenübernahmen. Der Basistarif bietet auch einkommensschwachen Personengruppen einen Versicherungsschutz zu einem relativ niedrigen Beitragsniveau.

     

    Standardtarif (wird seit 2009 nicht mehr angeboten!)

    Der Standardtarif ist für alle diejenigen gedacht, die sich finanziell nicht mehr in der Lage sehen, den bisherigen Versicherungsschutz aufrecht zu erhalten. Voraussetzung für die Aufnahme in den Standardtarif ist eine mindestens zehnjährige Vorversicherung in der privaten Krankenvollversicherung und ein Gesamteinkommen unterhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze. Das Angebot gilt für Personen zwischen dem 55. und 65. Lebensjahr. Sofern Personen unter 55 Jahren einen Anspruch auf gesetzliche Rente besitzen oder ein Ruhegehalt nach beamtenrechtlichen Vorschriften vorweisen können, ist für diese die Aufnahme in einen Standardtarif ebenfalls möglich. Das Besondere am Standardtarif ist, dass dieser nicht den durchschnittlichen Höchstbeitrag der GKV übersteigen darf. Wichtig: Der Standardtarif wurde 2009 durch den Basistarif abgelöst.

     

    Welcher Tarif ist der günstigste?

    Nachdem Sie sich einen groben Überblick über die Tarife in der privaten Krankenversicherung verschafft haben stellt sich nun die Frage, welcher für Sie nun in Frage kommt. Unser Tipp: Nutzen Sie doch einfach unser Angebot eines kostenlosen Versicherungsvergleichs, um einen Preisüberblick der Tarife in der PKV zu erhalten und zu entscheiden, welcher Anbieter (oder Testsieger) für Sie in Frage kommen könnte.

    Hohe Krankenkassenbeiträge:
    "Privatpatienten" zahlen oftmals weniger!

    Selbstständige, Freiberufler und Beamte können uneingeschränkt in die Private Krankenversicherung wechseln. Gleiches gilt für Angestellte mit einem Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze.

    Das Privileg "privat versichert" zu sein nutzen viele Berechtigte nicht nur wegen der weitaus besseren Leistungen. Auch die Beiträge sind in der PKV oftmals günstiger, als in der gesetzlichen Krankenversicherung.

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