Schwere-Krankheiten-Vorsorge – die Dread-Disease-Versicherung

In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 500.000 Menschen an Krebs, rund 300.000 trifft ein Herzinfarkt und 200.000 sind erstmals von einem Schlaganfall betroffen. Das Risiko schwer zu erkranken, ist also keinesfalls gering einzuschätzen. Es nimmt mit steigendem Lebensalter zu, aber auch in jüngeren Jahren ist niemand davor gefeit.

Die Dualität von GKV und PKV – wie kam es dazu?

Im vergangenen Bundestagswahlkampf wurde von den Parteien links der politischen Mitte mal wieder die Bürgerversicherung propagiert. Noch in den Koalitionsverhandlungen zur neuen „GroKo“ wollte die SPD das Thema entscheidend voranbringen. Schaut man sich den Koalitionsvertrag an, ist davon kaum etwas übrig geblieben.

GKV: Angespannte Lage trotz Rekordeinnahmen?

2017 war ein Rekordjahr für das GKV-System. Die gesetzlichen Krankenkassen erzielten einen Einnahmeüberschuss von 3,1 Mrd. Euro und die Reserven belaufen sich mittlerweile auf 28 Mrd. Euro. Davon entfallen rund 19 Mrd. Euro auf die Kassen selbst und ca. neun Mrd. Euro auf den Gesundheitsfonds.

PKV-Beiträge: wenn der Sonderausgaben-Abzug ausscheidet

Normalerweise können Beiträge zu einer privaten Krankenvollversicherung dem jeweiligen Basistarif-Anteil entsprechend unbeschränkt bei der Steuererklärung als Sonderausgaben berücksichtigt werden. Beiträge für weitergehenden Krankenschutz lassen sich dagegen nur bis zum Höchstbetrag von 1.900 Euro (bzw.

Einheitliche Arzthonorare: Belastung der GKV - Entlastung der PKV?

Bei den Sondierungen und Koalitionsverhandlungen für eine neue Bundesregierung war die Bürgerversicherung ein „heißes Eisen“. Die SPD hatte ihren Wählern im Bundestagswahlkampf unter dem Motto „Mehr Gerechtigkeit“ den Einstieg in die „Einheitsversicherung für alle“ in Aussicht gestellt.

Krankenkasse von Amazon & Co – ein Modell mit Zukunft?

Demnächst nicht mehr bei der AOK, Debeka oder DKV krankenversichert, sondern bei Amazon, Union Investment oder der Deutschen Bank? In Deutschland dürfte es wohl noch etwas dauern, bis es so weit kommt. Dem steht allein schon das recht festgefügte und stark reglementierte deutsche Krankenversicherungssystem entgegen.

Versicherungspflicht für Arbeitnehmer mit Provisionszahlungen?

Arbeitnehmer, die ein Einkommen jenseits der Versicherungspflichtgrenze aufweisen, können sich entscheiden, ob sie weiter in der GKV bleiben oder in die PKV wechseln wollen. Sinkt das Einkommen wieder unter den jeweils gültigen Grenzwert, tritt erneut Versicherungspflicht in der „Gesetzlichen“ ein. 2018 liegt die Versicherungspflichtgrenze bei 59.600 Euro Jahreseinkommen.

Wahltarife mit Selbstbehalt - Prämienrückzahlung als Beitragsrückerstattung?

Gesetzliche Krankenkassen können ihren Mitgliedern Wahltarife mit Selbstbehalt anbieten. In diesem Fall müssen Versicherte einen gewissen Teil der Krankheits- und Behandlungskosten selbst tragen. Dafür erhalten Sie eine Prämienzahlung, wenn sie keine oder nur geringe GKV-Leistungen in Anspruch nehmen, durch die sich die Beitragslast faktisch reduziert.

Finanzierung der Pflegeversicherung – Zweifel an Verfassungsmäßigkeit

Im Jahre 2001 hat das Bundesverfassungsgericht mit dem sogenannten „Beitragskinderurteil“ eine wegweisende Entscheidung zur Berücksichtigung von Kindern bei Beitragszahlungen in der gesetzlichen Pflegeversicherung getroffen.

PKV-Ombudsmann: 2017 mehr Beschwerden

Das Jahr 2017 war für Heinz Lanfermann, den PKV-Ombudsmann, ein Rekord-Beschäftigungsjahr. So viele Beschwerden wie nie gingen bei ihm ein – insgesamt 6.708 oder 10,3 Prozent mehr als 2016. Dennoch bewegt sich die „Beschwerdequote“ angesichts von rund 43 Millionen Verträgen in den verschiedenen PKV-Sparten auf einem äußerst niedrigen Niveau. Sie beträgt gerade mal 0,015 Prozent.

Immer mehr Deutsche haben eine private Pflegezusatzversicherung

Als 1995 die Pflegeversicherung in Deutschland eingeführt wurde, war von Anfang an klar, dass sie nicht kostendeckend sein würde. Für eine Kostendeckung wären wesentlich höhere Beiträge erforderlich gewesen. Eine solche finanzielle Belastung sowohl für Arbeitnehmer wie für Arbeitgeber ließ sich aber damals politisch nicht durchsetzen.