Gesundheitsausgaben in Deutschland steigen weiter

Die Ausgaben für Gesundheit sind eine bedeutende wirtschaftliche Größe. Das zeigt sich erneut bei den Zahlen, die jetzt das Statistische Bundesamt veröffentlicht hat. Danach sind in Deutschland 2015 insgesamt 344,2 Mrd. Euro in den Gesundheitssektor geflossen - 4,5 Prozent mehr als 2014. Der Trend zu überproportionalen Ausgabensteigerungen hat sich damit fortgesetzt. Er dürfte auch 2016 angehalten haben und wenig spricht dafür, dass sich hieran bald etwas ändert.

Beitragserhöhungen in der PKV unwirksam? – ein Urteil

Der Versicherungsschutz in der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung brachte zum Jahreswechsel für eine große Zahl an Versicherten zum Teil hohe Beitragsanhebungen. Einige bedeutende PKV-Anbieter ziehen noch nach und erhöhen ab März die Beiträge. Die Erhöhungen schmerzen umso mehr, da sie auf eine längere Phase relativer Beitragsstabilität folgen. Mancher Versicherte, der sich über das plötzliche Mehr an Belastung ärgert, fragt sich, ob der Beitragssprung nach oben rechtens ist.

GKV – Beitragsschulden auf Rekordniveau

Die Beitragsschulden in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) haben einen neuen Höchststand erreicht. Zum Jahresende 2016 haben sich ausstehende Krankenkassen-Beiträge auf sechs Milliarden Euro summiert – so viel wie noch nie. Alleine im vergangenen Jahr sind 1,5 Milliarden Euro zusätzlich hinzugekommen. Dieser Anstieg ist ebenfalls ein neuer Rekord.

Kritik an GKV-Selbstverwaltungsstärkungsgesetz

Von der breiteren Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, hat vor wenigen Tagen das GKV-Selbstverwaltungsstärkungsgesetz die letzten Hürden im Bundestag genommen. Damit kann das „Gesetz zur Verbesserung der Handlungsfähigkeit der Selbstverwaltung der Spitzenorganisationen in der gesetzlichen Krankenversicherung sowie zur Stärkung der über sie geführten Aufsicht“ - so der ausführliche Titel - in Kraft treten. Eine Zustimmung des Bundesrates ist nicht erforderlich.

PKV – Positive Trendwende bei der Krankenvollversicherung?

Eine Mehrzahl der PKV-Versicherten mussten zum Jahreswechsel 2016/17 teilweise erhebliche Beitragserhöhungen – nicht selten im zweistelligen Prozentbereich - in Kauf nehmen. Die Beitragsentwicklung in der gesetzlichen Krankenversicherung blieb hiervon ebenfalls nicht verschont. Die Zahl der Versicherungsnehmer mit Krankenvollversicherung sinkt seit Jahren und im aufkommenden Bundestagswahlkampf spielt wieder einmal das Thema „Bürgerversicherung“ eine Rolle. Die Protagonisten des Modells würden die PKV am liebsten abschaffen.

Ein Jahr Terminservicestellen – eine gemischte Bilanz

Vor ziemlich genau einem Jahr nahmen in Deutschland die Terminservicestellen ihre Arbeit auf. Sie waren auf der Grundlage des sogenannten GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes geschaffen worden. Damit sollte einem von „Kassenpatienten“ häufig beklagten Übel entgegengewirkt werden, den oft langen Wartezeiten bei Arztterminen. Gerade beim Gang zum Facharzt mussten GKV-Mitglieder in der Vergangenheit nicht selten mit Wartezeiten von etlichen Wochen bis zu mehreren Monaten rechnen.

Pflegereform: Pflegegrade ersetzen Pflegestufen

Zum 1. Januar 2017 ist das sogenannte Pflegestärkungsgesetz II in Kraft getreten. Hinter diesem eher rechtstechnischen Begriff verbirgt sich die umfassendste Reform der Pflegeversicherung seit ihrer Einführung im Jahre 1995. Zentrales Reformelement ist ein neues System zur Einstufung der Pflegebedürftigkeit. Für die rund 2,7 Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland bedeutet das eine deutliche Verbesserung. Der Kreis der berechtigten Leistungsbezieher wird größer und das Leistungsniveau im Allgemeinen angehoben.

Wenn falsche Angaben beim PKV-Antrag zur Falle werden

Die Gesundheitsprüfung gehört häufig zu den besonders kritischen Punkten beim Wechsel zu einem PKV-Anbieter. Der Kunde steht hier häufig vor einem Dilemma. Beantwortet er die Fragen im Versicherungsantrag wahrheitsgemäß, muss er unter Umständen mit Ablehnung, Leistungsausschlüssen oder besonderen Risikoprämien rechnen. Sind die Angaben unvollständig oder falsch und stellt sich das später heraus, drohen ebenfalls ernste Konsequenzen bis hin zum Versicherungsrücktritt bzw. bis zur Kündigung des Versicherungsverhältnisses.

GKV-Pflicht für Beamte? – eine Bertelsmann-Studie

Beamte sind ein Rückgrat der PKV. Rund 85 Prozent der rund 1,7 Mio. Beamten in Deutschland sind privat krankenversichert. Sie zahlen nur einen ermäßigten Satz - den Beamtentarif -, denn der Staat übernimmt im Rahmen der Beihilfe üblicherweise die Hälfte der anfallenden Kosten für medizinische Leistungen und Medikamente. Wegen dieser Konstruktion lohnt sich für die meisten Beamten eine mögliche freiwillige GKV-Mitgliedschaft nicht, weil in diesem Fall der Beihilfeanspruch weitestgehend wegfällt.

GKV – auch 2017 mit höheren Zusatzbeiträgen

Erst vor zwölf Monaten sind die GKV-Zusatzbeiträge auf breiter Front gestiegen. Nach kräftig sprudelnden Einnahmen 2016, einem im Rahmen bleibenden Kostenanstieg und angesichts einer außerordentlichen Finanzspritze von 1,5 Mrd. Euro aus dem Gesundheitsfonds für die Kassen im Wahljahr war eigentlich davon ausgegangen worden, dass die Beiträge 2017 stabil bleiben würden.

PKV – 12 Mrd. Euro Subventionen für das gesetzliche System

Im beginnenden Bundestagswahlkampf wird verstärkt über die Bürgerversicherung diskutiert. Bei SPD, Linken und Grünen hat das Modell viele Anhänger, auch wenn die Vorstellungen keineswegs deckungsgleich sind. Dabei wird immer wieder argumentiert, die PKV biete „Besserverdienenden“ die Möglichkeit, sich der GKV-Solidarpflicht zu entziehen. Mit einer Versicherungspflicht für alle - der Bürgerversicherung - könnten die Beiträge der „Gesetzlichen“ insgesamt günstiger werden.

Vorsicht geboten bei "Lockvogeltarifen"!

Die Preisunterschiede in der Privaten Krankenversicherung variieren zum Teil deutlich. Nicht selten locken Anbieter mit günstigen "Einstiegsbeiträgen" (z.B. Berufseinsteiger, Anwärter, Studenten), die sich jedoch später im Haupttarif verteuern können. Fragen Sie daher immer nach dem Beitrag, der nach einer etwaigen Karenzzeit anfällt. Wählen Sie zudem immer einen Anbieter, der auch Beitragsrückerstattungen auszahlt. Nutzen Sie hierfür unseren kostenlosen PKV-Vergleich und sparen Sie regelmäßig mehrere hundert Euro im Jahr ein!

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