GKV-Pflicht für Beamte? – eine Bertelsmann-Studie

Beamte sind ein Rückgrat der PKV. Rund 85 Prozent der rund 1,7 Mio. Beamten in Deutschland sind privat krankenversichert. Sie zahlen nur einen ermäßigten Satz - den Beamtentarif -, denn der Staat übernimmt im Rahmen der Beihilfe üblicherweise die Hälfte der anfallenden Kosten für medizinische Leistungen und Medikamente. Wegen dieser Konstruktion lohnt sich für die meisten Beamten eine mögliche freiwillige GKV-Mitgliedschaft nicht, weil in diesem Fall der Beihilfeanspruch weitestgehend wegfällt.

GKV – auch 2017 mit höheren Zusatzbeiträgen

Erst vor zwölf Monaten sind die GKV-Zusatzbeiträge auf breiter Front gestiegen. Nach kräftig sprudelnden Einnahmen 2016, einem im Rahmen bleibenden Kostenanstieg und angesichts einer außerordentlichen Finanzspritze von 1,5 Mrd. Euro aus dem Gesundheitsfonds für die Kassen im Wahljahr war eigentlich davon ausgegangen worden, dass die Beiträge 2017 stabil bleiben würden.

PKV – 12 Mrd. Euro Subventionen für das gesetzliche System

Im beginnenden Bundestagswahlkampf wird verstärkt über die Bürgerversicherung diskutiert. Bei SPD, Linken und Grünen hat das Modell viele Anhänger, auch wenn die Vorstellungen keineswegs deckungsgleich sind. Dabei wird immer wieder argumentiert, die PKV biete „Besserverdienenden“ die Möglichkeit, sich der GKV-Solidarpflicht zu entziehen. Mit einer Versicherungspflicht für alle - der Bürgerversicherung - könnten die Beiträge der „Gesetzlichen“ insgesamt günstiger werden.

Krankenversicherung – das sind die Grenzwerte 2017

Mit dem Jahreswechsel ändern sich auch die Beitragsbemessungsgrenze und die Jahresarbeitsentgeltgrenze in der Krankenversicherung. Nicht jedem ist die Bedeutung der beiden Begriffe klar. Dabei hat die Festlegung der Grenzwerte erhebliche Auswirkungen auf die Beitragsbelastung und die Möglichkeit, in die PKV wechseln zu können.

PKV-Chef Leienbach im Interview zu aktuellen Fragen

Im November wurden PKV-Versicherte mit Beitragserhöhungen für 2017 konfrontiert. Gleichzeitig setzte sich das langsame Abschmelzen des Versichertenbestandes in der Krankenvollversicherung fort. Im aufkommenden Bundestagswahlkampf wird von Rot-Rot-Grün zudem die Bürgerversicherung erneut thematisiert, die die Existenz der PKV in Frage stellt. Grund genug für PKV-Verbandspräsiden Volker Leienbach, zu den aktuellen Fragen Stellung zu nehmen. In einem vor wenigen Tagen geführten Interview mit Focus Online bezog er Position. Hier geben wir die wesentlichen Aussagen wieder.
 

Keine Zuzahlungen mehr für GKV-Versicherte?

In der GKV müssen Patienten bei vielen Medikamenten, medizinischen Leistungen, Heil- und Hilfsmitteln Zuzahlungen leisten. Die Regelungen sehen in der Regel eine 10 Prozent-Selbstbeteiligung, mindestens aber 5 Euro und maximal 10 Euro pro zuzahlungspflichtigem Vorgang vor. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, die Krankenkassen von Gesundheitskosten zu entlasten und den Kostenanstieg zu bremsen.

BKK-Report - Welche Arbeitnehmer sind am häufigsten krank?

Bei der Häufigkeit von Erkrankungen gibt es zum Teil deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Berufsgruppen. Das zeigt der aktuelle BKK Gesundheitsreport 2016 „Gesundheit und Arbeit“. Er hat die Daten von rund 4,4 Millionen der ca. 9,3 Millionen Versicherten der Betriebskrankenkassen (BKK) berücksichtigt.

PKV – weniger Versicherte in der Krankenvollversicherung

Die Zahl der PKV-Vollversicherten ist rückläufig. Dies wird einmal mehr aus einer aktuellen Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag deutlich. Danach haben die privaten Krankenversicherer in den letzten fünf Jahren per Saldo 189.000 Vollversicherte verloren. Die Zahlen beleben im heraufziehenden Bundestagswahlkampf die Diskussion um die Zukunft der privaten Krankenversicherung neu.

Krankenkassen – 2017 wird ein Fusionsjahr

Zwar können sich die gesetzlichen Krankenkassen derzeit nicht über ihre Finanzlage beschweren. Dank der zum Jahresbeginn erhöhten Zusatzbeiträge sind die Einnahmen 2016 üppig gesprudelt und auch manche Kostensteigerungsprognose erwies sich als zu pessimistisch. Dennoch hält der Kostendruck an. Und mag die wirtschaftliche Lage auch im Schnitt besser sein als erwartet, so gilt das noch lange nicht für jedes einzelne Unternehmen. Von daher besteht weiterhin ein starker Zwang, Kosten zu senken und effizient zu wirtschaften.

Gesetzliche Krankenkassen – wie steht es um die Finanzlage?

Zur Jahreswende 2015/16 erhielten GKV-Mitglieder Post mit einer schlechten Nachricht. Aufgrund der angespannten Finanzlage durch weiter steigende Gesundheitskosten sahen sich die meisten Krankenkassen genötigt, die Zusatzbeiträge anzuheben. Dadurch verteuerten sich die Krankenversicherungskosten zum Teil deutlich. Prognosen gingen damals davon aus, dass auch 2017 und in den Folgejahren die Zusatzbeiträge wegen weiter steigender Ausgaben angehoben werden müssten.

Die Alterungsrückstellungen und ihre volkswirtschaftliche Bedeutung

Die privaten Krankenversicherer sind verpflichtet, Alterungsrückstellungen zu bilden. Damit soll der Beitragsanstieg abgefedert werden, der entstehen würde, wenn mit höherem Alter mehr Gesundheitsleistungen in Anspruch genommen werden. Die Alterungsrückstellungen sorgen auch bei steigendem Lebensalter dafür, dass die Krankenversicherung bezahlbar bleibt. Die Rückstellungsbildung schlägt sich für PKV-Versicherte in einem prozentualen Zuschlag zu ihren Versicherungsprämien nieder.

Vorsicht geboten bei "Lockvogeltarifen"!

Die Preisunterschiede in der Privaten Krankenversicherung variieren zum Teil deutlich. Nicht selten locken Anbieter mit günstigen "Einstiegsbeiträgen" (z.B. Berufseinsteiger, Anwärter, Studenten), die sich jedoch später im Haupttarif verteuern können. Fragen Sie daher immer nach dem Beitrag, der nach einer etwaigen Karenzzeit anfällt. Wählen Sie zudem immer einen Anbieter, der auch Beitragsrückerstattungen auszahlt. Nutzen Sie hierfür unseren kostenlosen PKV-Vergleich und sparen Sie regelmäßig mehrere hundert Euro im Jahr ein!

Jetzt kostenlos vergleichen >>>