Private Zusatzversicherung – jeder neunte GKV-Versicherte plant Abschluss

Jedes neunte GKV-Mitglied im Alter zwischen 18 und 59 Jahren (11 Prozent) plant in den nächsten sechs Monaten den Abschluss mindestens einer privaten Krankenzusatzversicherung. Darüber hinaus überlegt rund jeder fünfte Kassenpatient (19 Prozent) einen solchen Abschluss.

Das ist eine Erkenntnis aus einer aktuellen Befragung des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov. Im Rahmen der Studie „Kundenerwartungen an private Krankenzusatzversicherungen“ wurden über 1000 repräsentativ ausgewählte GKV-Mitglieder im Zeitraum 19.01. bis 05.02.2016 befragt. Dabei ging es nicht nur um die Abschlussabsichten, sondern auch um die präferierten Abschlusswege.
 

Zahnzusatzversicherung und Reisekrankenschutz am häufigsten

Damit stellt die private Zusatzversicherung trotz einer allgemein gut bewerteten GKV-Absicherung für viele Versicherte eine konkrete Option zur Verbesserung ihres Versicherungsschutzes dar. Der Anteil der Versicherten, die einen solchen Zusatzschutz besitzen, hat sich weiter erhöht. Während im Jahre 2013 nur jedes fünfte GKV-Mitglied über eine private Zusatzversicherung verfügte, war es 2015 fast jeder Vierte (23 Prozent). Am häufigsten werden Zahnzusatzversicherungen und Reisekrankenversicherungen abgeschlossen. Diese Ergebnisse korrespondieren mit einer anderen Befragung aus dem Jahre 2014, bei der GKV-Versicherte zu ihren Präferenzen bei einem möglichen Zusatzabschluss befragt wurden. Bei der Frage, welche privaten Zusatzversicherungen in Betracht kämen, waren die häufigsten Nennungen:

  • Zahnzusatzversicherung: 80,2 Prozent;
  • Kostenerstattung bei Brillen: 40,8 Prozent;
  • Reisekrankenversicherung: 26,8 Prozent;
  • Heilpraktikerleistungen: 26,4 Prozent;
  • Krankentagegeld: 24,3 Prozent.
     

Online-Vertrieb wird immer wichtiger

Interessant sind auch die Erkenntnisse bezüglich der präferierten Abschlusswege. Jeder vierte Befragte (24 Prozent) zieht nach wie vor den Abschluss über den klassischen Vertriebsweg Versicherungsvertreter vor. Ein Drittel (34 Prozent) kann sich den Online-Abschluss auf der Homepage eines Versicherungsanbieters vorstellen und ein weiteres Drittel (35 Prozent) würde dafür auch Vergleichsportale im Internet nutzen. Überraschenderweise war die Neigung zum Online-Abschluss bei den über 40jährigen stärker ausgeprägt als bei jüngeren Befragten, obwohl hier in der Regel die größere Internet-Affinität besteht. Unter Umständen hängt dies mit dem größeren Erfahrungshintergrund der älteren Generation und damit verbunden dem geringeren Beratungsbedarf zusammen.

Insgesamt machen die Antworten deutlich, dass der Online-Vertriebskanal ein entscheidender Erfolgsfaktor für das Zusatzversicherungs-Geschäft ist. Eine gute Position in Vergleichsrechnern ist daher nach Auffassung der Studienautoren für die Anbieter eine Voraussetzung, um Vertriebspotenziale optimal auszuschöpfen.
 

Eine tragende Säule der PKV

Die privaten Zusatzversicherungen sind eine tragende Geschäftssäule der privaten Krankenversicherungen. Von den knapp 33 Millionen Policen im Bestand im Jahre 2014 entfielen auf diesen Bereich fast 24 Millionen Verträge. Die Zahl der Zusatzversicherungen hat damit gegenüber 1997 um mehr als zehn Millionen zugenommen.

Titelbild: contrastwerkstatt – fotolia.com

Hohe Krankenkassenbeiträge:
"Privatpatienten" zahlen oftmals weniger!

Selbstständige, Freiberufler und Beamte können uneingeschränkt in die Private Krankenversicherung wechseln. Gleiches gilt für Angestellte mit einem Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze.

Das Privileg "privat versichert" zu sein nutzen viele Berechtigte nicht nur wegen der weitaus besseren Leistungen. Auch die Beiträge sind in der PKV oftmals günstiger, als in der gesetzlichen Krankenversicherung.

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