Die Zukunft der PKV - Ergebnisse einer aktuellen Studie

Die privaten Krankenversicherungen bewegen sich in einem schwierigen Umfeld. Der Wettbewerb, Kostendruck, Veränderungen in der Medizin und im Gesundheitswesen, die Digitalisierung und andere Trends machen sich im täglichen Geschäft bemerkbar. Wie sehen die Versicherer selbst ihre Zukunft? Damit befasst sich aktuell eine Studie, die von dem Software-Hersteller Adcubum und den Versicherungsforen Leipzig durchgeführt wurde. Hier die Ergebnisse im Überblick.
 

Drei Triebkräfte für Veränderungen

Befragt wurden Versicherer und Versicherungsexperten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Teilnehmer identifizierten vor allem drei Triebkräfte für Veränderungen in der PKV:

  • Kundenbedürfnisse und Kundenverhalten: der Trend geht weg von Standard-Produkten hin zu individuellen und flexiblen Lösungen. Über den reinen Versicherungsschutz sind zusätzliche Leistungen (Assistance) gefragt. Ebenso wünschen sich die Kunden von ihrer Krankenversicherung umfassende Erreichbarkeit über sämtliche Kommunikationskanäle.
  • Digitalisierung: dieser Megatrend macht auch vor der PKV nicht Halt. Intelligente Lösungen und Prozesse, Omnikanalfähigkeit und die optimale Datennutzung werden zu entscheidenden Erfolgsfaktoren im Wettbewerb. Das setzt einen konsequenten Ausbau der IT-Landschaft voraus.
  • Konversion der Märkte: die traditionellen Grenzen zwischen Krankenversicherung und anderen Märkten verschwimmen zusehends. Bereits heute drängen innovative Startups mit Online-Angeboten ins klassische Versicherungsgewerbe. Dies wird sich auch in Bezug auf die PKV fortsetzen. Kunden agieren zunehmend digital, die Bindung an bestimmte Versicherungsanbieter lässt nach.
     

Hier besteht Handlungsbedarf

Auf dieser Basis sehen die Autoren sechs zentrale Handlungsfelder in der PKV:

1. Wenn Vertrieb und Kommunikation künftig über alle Kanäle erfolgen sollen, ist eine einheitliche Datenbasis bei Kundendaten erforderlich, die stets aktuell sein muss.

2. Die Digitalisierung ermöglicht den Ausbau von „Self Service“. Künftig werden daher noch mehr PKV-Prozesse auf Kunden verlagert werden.

3. PKV-Produkte müssen individualisierbar sein, um den Kundenbedürfnissen gerecht zu werden. Ebenso ist das Angebot von Mehrleistungen notwendig.

4. Die vorhandene IT- und Kommunikations-Infrastruktur muss modernisiert werden, um die Automatisierung voranzutreiben. In den Bereichen „Leistung“ und „Antrag/Vertrag“ ist man dabei bereits recht weit, künftige Schwerpunkte sollten auf dem Vertrieb und anderen Feldern liegen.

5. Das Kooperationsmanagement der Versicherer muss effizienter werden. Dort wo traditionelle Branchengrenzen verschwinden, wird die Zusammenarbeit in übergreifenden Netzwerken mit unterschiedlichen Akteuren wichtiger.

6. Datenschutz, Datenbedarf und Datenanalyse stellen künftig deutlich höhere Anforderungen an ein leistungsfähiges Datenmanagement.
 

Nicht den Anschluss verpassen

Wollen PKV-Anbieter langfristig Erfolg haben, müssen sie sich diesen Anforderungen stellen. Um nicht den Anschluss an klassische oder branchenfremde Wettbewerber zu verlieren, sind zahlreiche Prozesse zu automatisieren, so das Fazit. Hier sieht die Studie noch erheblichen Handlungsbedarf.

Titelbild: coloures-pic – fotolia.com

Hohe Krankenkassenbeiträge:
"Privatpatienten" zahlen oftmals weniger!

Selbstständige, Freiberufler und Beamte können uneingeschränkt in die Private Krankenversicherung wechseln. Gleiches gilt für Angestellte mit einem Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze.

Das Privileg "privat versichert" zu sein nutzen viele Berechtigte nicht nur wegen der weitaus besseren Leistungen. Auch die Beiträge sind in der PKV oftmals günstiger, als in der gesetzlichen Krankenversicherung.

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