Schon 80 Mio. Euro im PKV-Venture Capital-Fonds

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Im September vergangenen Jahres hatte der PKV-Verband die Gründung des Venture-Capital-Fonds heal capital bekannt gegeben. Mit dem Fonds, der seinen Sitz in Berlin hat, soll Geld für innovative Startups zur Verfügung gestellt werden, die digitale Lösungen für das Gesundheitswesen entwickeln. Dabei kann es sich um digitale Gesundheitsanwendungen, Angebote für Telemedizin oder digitale Prävention handeln, auch Digitalisierung der Pflege ist finanzierungsfähig.

Mit seiner Initiative will der PKV-Verband einen Anschub für mehr Digitalisierung in der PKV-Branche geben. Denn die privaten Krankenversicherer haben in diesem Bereich noch Nachholbedarf. Das liegt auch an internen Know how-Defiziten und fehlenden eigenen Entwicklungskapazitäten bei Informations- und Kommunikationstechnologie. Die Einrichtung eines übergreifenden Fonds soll dazu dienen, sich externes Wissen zu erschließen und nutzbar zu machen. Gemeinsam angestoßene und getragene Entwicklungen sind überdies effektiver als wenn jedes Unternehmen selbst an Lösungen „bastelte“.
 

Das Zielvolumen des Fonds ist fast erreicht

Seit der Fonds-Gründung sind erst wenige Monate ins Land gegangen. Noch befindet man sich in der Aufbauphase und es haben bisher keine Finanzierungsrunden stattgefunden. Dagegen ist man ziemlich erfolgreich beim Geldeinsammeln. Nach Angaben des PKV-Verbandes konnten bis Mitte Januar bereits 80 Millionen Euro für den Fonds mobilisiert werden. Das sind 80 Prozent des angestrebten Zielvolumens von 100 Millionen Euro. Das Geld stammt von den Mitgliedsunternehmen des PKV-Verbandes. Für die übrigen 20 Prozent stehen die - neben dem PKV-Verband - beiden Mitinitiatoren des Fonds: Heartbeat Labs und Flying Health. Heartbeat Labs ist ein Company Builder für Unternehmen im Bereich digitale Gesundheit. Flying Health bezeichnet sich selbst als führendes digitales Ökosystem für Next Generation Healthcare und betätigt sich als Startup-Inkubator.
 

Führungsteam komplettiert

Mit dem Heartbeat Labs-Gründer Eckhardt Weber wird auch das Management-Team von heal capital komplettiert. Seit wenigen Tagen fungiert er als zweiter Managing Partner und Geschäftsführer nebenDr. Christian Weiß, der früher bei McKinsey arbeitete und vor seinem heal capital -Eintritt im Januar Partner bei Creathor Ventures war. Berlin ist sicher ein guter Standort für den Fonds, denn die deutsche Hauptstadt gilt als Hotspot der deutschen Startup-Landschaft. Zahlreiche erfolgreiche digitale Geschäftsmodelle sind schon in der Spree-Metropole entstanden. heal capital will innovative Gründer nicht nur mit Geld unterstützen, über die enge Verbindung zum PKV-Verband und seinen Mitgliedern soll auch ein leichter Zugang zu Informationen über das Gesundheitsprozesse und das Versorgungsgeschehen ermöglicht werden.
 

Nicht zu viel Geld im Fonds

Bundesgesundheitsminister Spahn begrüßt das Vorhaben und sieht damit einen kleinen Teil der enormen Rücklagen der privaten Krankenversicherer gut angelegt. Auch wenn das Fondsvolumen von 100 Millionen Euro als große Summe erscheinen mag: für innovative Startups bedeutet das nicht unbedingt viel. Von einer Geschäftsidee über ein marktfähiges Geschäftsmodell bis zu einer marktreifen Lösung und dem erfolgreichen Markteintritt ist ein weiter Weg zurückzulegen. Das bedarf erheblicher Entwicklungs- und Anlaufinvestitionen. Viele digitale Startups produzieren in den ersten Jahren erst einmal Verluste, ehe sie mit einer ausreichenden Unternehmensgröße und Marktposition in die Gewinnzone kommen.

Spahn wies darauf hin, dass Internet-Giganten wie Apple, Google oder Amazon Milliarden in den Bereich Gesundheit investieren. Da nehmen sich die 100 Millionen Euro von heal capital eher bescheiden aus. Auf die ersten Startup-Projekte, die von dem Venture Capital-Fonds finanziert werden, darf man gespannt sein.

Hohe Krankenkassenbeiträge:
"Privatpatienten" zahlen oftmals weniger!

Selbstständige, Freiberufler und Beamte können uneingeschränkt in die Private Krankenversicherung wechseln. Gleiches gilt für Angestellte mit einem Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze.

Das Privileg "privat versichert" zu sein nutzen viele Berechtigte nicht nur wegen der weitaus besseren Leistungen. Auch die Beiträge sind in der PKV oftmals günstiger, als in der gesetzlichen Krankenversicherung.

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