Die Unternehmensqualität der PKV-Anbieter 2016/17

© K.C. - fotolia.com

Bei vielen PKV-Untersuchungen geht es meist um einen Ausschnitt der Unternehmenstätigkeit, zum Beispiel die Finanzkraft, die Stabilität, die Service-Qualität oder das Preis-Leistungs-Verhältnis bei Tarifen. Das vom DFSI Deutsches Finanz-Service Institut erstellte Qualitätsrating stellt dagegen den Versuch dar, die unterschiedlichen Bereiche „unter einen Hut“ zu bringen und zu einer Gesamtbewertung zusammenzuführen.

In diesem Sinne sind die Ergebnisse des aktuell veröffentlichten DFSI Qualitätsratings 2016/17 besonders interessant. Sie kommen zu einem Zeitpunkt, da die Krankenversicherung - ob private oder gesetzliche - vor Beitragserhöhungen steht, die vor allem durch die anhaltende Niedrigzinssituation verursacht sind. Auch sonst sind die Rahmenbedingungen nicht einfacher geworden. Der Kostendruck im Gesundheitswesen hält an und die Zahl der Versicherten in der privaten Krankenvollversicherung ist rückläufig.
 

Gesamturteil aus drei Bereichen

Das DFSI Qualitätsrating 2016/17 beruht auf einer Auswertung der Jahresabschlüsse, der BaFin-Beschwerdestatistik sowie die des DFSI-Produktratings. Bewertet werden die Bereiche Substanzkraft, Produktqualität und Service.

  • Bei Substanzkraft wird die wirtschaftliche Lage - entscheidend für Leistungsfähigkeit und Beitragsstabilität - beurteilt.
  • Die Produktqualität bewertet sowohl die Qualität als auch die Vielfalt der angebotenen Tarife.
  • Im Bereich Service werden die tatsächlich erbrachten Leistungen, Beschwerdehäufigkeit und -bearbeitung benotet.

Die Bewertungen der einzelnen Bereiche werden anschließend zusammengeführt. Dabei fließen Substanzkraft und Produktqualität jeweils zu 40 Prozent und der Service zu 20 Prozent ein.
 

Die TOP 3 sind „exzellent“ oder „sehr gut“

Im diesjährigen DFSI Qualitätsrating spiegelt sich die Niedrigzinssituation insoweit wieder, als nur noch drei Anbieter das Gesamturteil „sehr gut“ oder „exzellent“ erreichen konnten. Im vergangenen Jahr waren es noch acht gewesen. Dennoch bleibt festzuhalten, dass bis auf ebenfalls drei Versicherer alle Anbieter mindestens die Note „gut“ erhielten. Betrachtet man den Bereich Substanzkraft, schnitten dort sogar nur zwei Anbieter mit schlechter als „gut“ - nämlich „befriedigend“ - ab. Die Niedrigzinssituation mag daher an der Substanz gezehrt haben, sie hat sie aber nicht ernsthaft gefährdet.
 

Die Top 3 der PKV-Branche sind

- Allianz Private Krankenversicherungs-Aktiengesellschaft (Rating: AAA - exzellent)

- Debeka Krankenversicherungsverein auf Gegenseitigkeit (Rating AA+ - sehr gut)

- ARAG Krankenversicherungs-Aktiengesellschaft (Rating AA + - sehr gut).

Diese drei Anbieter schnitten nicht nur in der Gesamtwertung ausgezeichnet ab, sondern auch in jedem der einzelnen Bereiche mindestens mit „gut“.
 

Mängel beim Service

Die schlechtesten Noten gab es im Service-Bereich. Hier erhielten 13 von 30 Versicherungen nur die Note „ausreichend“, ein Anbieter wurde sogar mit „mangelhaft“ bewertet. Immerhin gab es aber auch dreimal „exzellent“ und viermal „sehr gut“. Nichtsdestotrotz besteht beim Service offenbar noch erheblicher Verbesserungsbedarf.


Tipp: Ein Anbietervergleich verschafft Klarheit

Bei der Wahl des optimalen Anbieters spielen hauptsächlich die gewählten Tarife eine bedeutende Rolle. Und hier gibt es von Anbieter zu Anbieter teils enorme Beitragsunterschiede. Weil die Wahl einer Krankenversicherung oftmals eine dauerhafte Entscheidung ist, sollte man daher im Vorfeld immer die Tarife mehrerer Gesellschaften miteinander vergleichen. Am besten gelingt dies über unseren kostenlosen Anbietervergleich.

Hohe Krankenkassenbeiträge:
"Privatpatienten" zahlen oftmals weniger!

Selbstständige, Freiberufler und Beamte können uneingeschränkt in die Private Krankenversicherung wechseln. Gleiches gilt für Angestellte mit einem Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze.

Das Privileg "privat versichert" zu sein nutzen viele Berechtigte nicht nur wegen der weitaus besseren Leistungen. Auch die Beiträge sind in der PKV oftmals günstiger, als in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Tipp: Ob Sie bereits privat versichert sind, oder es noch vorhaben: Vergleichen Sie über 38 Gesellschaften und sparen Sie viel Geld - kostenlos und unverbindlich!

Weiter zum kostenlosen PKV-Vergleich >>>