Private Krankenversicherer 2019 - 13 Anbieter mit guten Tarifen

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Es ist nicht ganz einfach, PKV-Anbieter zu vergleichen. Angesichts der herrschenden Tarif-Vielfalt mit zahlreichen Unterschieden im Detail fällt der Überblick schwer. Das gilt selbst bei der Tarifsuche über Vergleichsportale. Denn diese können die Tarife naturgemäß nur grob sortieren. Und was ein Tarif tatsächlich kostet und leistet, hängt immer von den Gegebenheiten im Einzelfall ab.

Eine Orientierung durch den Tarif-Dschungel versucht das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ). Es hat im Auftrag von n-tv und zusammen mit dem Rating-Anbieter Franke und Bornberg 20 PKV-Anbieter getestet. Dabei wurden sowohl die Tarife in den Blick genommen als auch der Service. Die Untersuchung wurde im Zeitraum April bis Juni 2019 durchgeführt und fällt im wahrsten Sinne des Wortes „zwiespältig“ aus. Während die Tarife der PKV-Anbieter insgesamt überzeugen konnten, stellt das DISQ beim Service Schwachstellen fest. Beide Bewertungs-Bereiche wurden anschließend - jeweils gleichgewichtet - zu einem Gesamt-Ranking der Versicherer zusammengefasst.
 

13 Anbieter mit sehr guten und guten Tarifen

Die Tarife hat das DISQ unter der Überschrift „Konditionenanalyse“ untersucht. Dabei differenzierten die Tester nach den Produktkategorien Grundschutz, Standardschutz und Top-Schutz. Die Leistungen gingen - geratet von Franke und Bornberg - zu 70 Prozent in die Bewertung ein und der Preis zu 30 Prozent. Insgesamt bieten die Tarife gute Leistungen. Im Bereich „Konditionenanalyse“ schnitten sechs Anbieter (Barmenia, SDK, R+V, Allianz, Axa, DEBEKA) mit „sehr gut“ ab, sieben erreichten die Note „gut“. Fünf weitere waren „befriedigend“ und zwei nur „ausreichend“.

Dabei überzeugten vor allem die Leistungen. Hier schnitten fast 40 Prozent der Tarife mit dem besten Rating FFF ab. Besonders gut war der Standard-Schutz. Hier erreichten mehr als zwei Drittel der Produkte die Best-Bewertungen FFF und FF+. Die Tester stellten erhebliche Preisunterschiede fest. Beim Grundschutz betrug die Preisspanne zwischen dem teuersten und dem günstigsten Tarif 280 Euro monatlich, beim Standardschutz waren es sogar 305 Euro. Der Wermutstropfen dabei: die günstigsten Tarife erreichten durchweg nur ein „befriedigend“. Aber auch bei „sehr gut“ bewerteten Tarifen gab es eine beträchtliche Preisspanne.
 

Günstigerer Tarif bei der Konkurrenz - oft versperrt

Allerdings wird der Wechsel in einen günstigeren Tarif nicht gerade leicht gemacht. Da beim Anbieter-Wechsel die Altersrückstellungen nur dem Basistarif entsprechend mitgenommen werden dürfen, ist dieser Weg langjährig Versicherten de facto versperrt, weil sie dadurch den neuen Tarif nur zu ungünstigen Bedingungen abschließen könnten. Überdies würde eine erneute Gesundheitsprüfung fällig. Hier besteht nur die Option, in einen günstigeren Tarif beim bisherigen Versicherer zu wechseln. Das Versicherungsvertragsgesetz (§ 204 VVG) ermöglicht das verlustfrei.
 

Nur ein Anbieter überzeugt beim Service

Im Bereich „Service“ wurden derInternet-Auftritt und das Handling bei Telefon- sowie E-Mail-Anfragen bewertet. Dazu kamen sogenannte „Mystery-Tests“ mit fingierten Kundenanfragen zum Einsatz. Bewertet wurden u.a. Informations-Gehalt, Freundlichkeit, Bearbeitungsdauer, Beratungsqualität, Lösungskompetenz, Wartezeiten und viele weitere Faktoren.

Dabei erreichte nur der Münchner Verein die Bewertung „gut“. Mit 73,2 Punkten war auch das noch ein Stück weit von der maximalen möglichen Zahl von 100 Punkten entfernt. 13 weitere Anbieter schnitten mit „befriedigend“ ab, darunter Marktführer DEBEKA oder bekannte Anbieter wieBarmenia, HUK-Coburg, HanseMerkur oder Axa. Fünf Anbieter erreichten nur ein „ausreichend“, einer war „mangelhaft“.
 

Achtmal gut und neunmal befriedigend

Bei der Gesamtbewertung aus beiden Bereichen führte die Barmenia mit 78,1 von 100 Punkten das Ranking an und erhielt die Gesamtnote „gut“. Ebenfalls „gut“ warenSDK, Axa, R+V,DEBEKA, Allianz, Hallesche und Münchener Verein. Neun Anbieter wurden mit „befriedigend“ bewertet und zwei mit „ausreichend“. Hier gibt es nähere Infos zum Untersuchungs-Design und zu den Ergebnissen.

Hohe Krankenkassenbeiträge:
"Privatpatienten" zahlen oftmals weniger!

Selbstständige, Freiberufler und Beamte können uneingeschränkt in die Private Krankenversicherung wechseln. Gleiches gilt für Angestellte mit einem Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze.

Das Privileg "privat versichert" zu sein nutzen viele Berechtigte nicht nur wegen der weitaus besseren Leistungen. Auch die Beiträge sind in der PKV oftmals günstiger, als in der gesetzlichen Krankenversicherung.

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