Krankenversicherung: Werte in 2018

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Wie jedes Jahr, haben sich zum Jahreswechsel die in der Krankenversicherung relevanten Betragsgrenzen geändert. Die Beitragssätze bleiben dagegen im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Nachfolgend geben wir einen Überblick über die aktuell geltenden Werte und die eingetretenen Veränderungen.

Die Versicherungspflichtgrenze (auch Jahresarbeitsentgeltsgrenze genannt) bezeichnet bei Arbeitnehmern den Einkommensbetrag auf Jahresbasis, bis zu dem eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung besteht. Wer mehr verdient, kann in die private Krankenversicherung wechseln. Das ist allerdings erst dann möglich, wenn das Bruttogehalt des Arbeitnehmers mindestens ein Jahr lang über der Versicherungspflichtgrenze liegt. Die Versicherungspflichtgrenze steigt von 57.600 Euro in 2017 um 3,125 % auf 59.400 Euro in 2018. Für Personen, die bereits vor dem 1.1.2003 privat versichert waren, gilt aus Gründen des Vertrauensschutzes eine niedrigere besondere Versicherungspflichtgrenze. Dieser Betrag steigt von 52.200 Euro in 2017 um 1,72 % auf 53.100 Euro in 2018. Die besondere Versicherungspflichtgrenze ist mit der Beitragsbemessungsgrenze betraglich identisch.

Die Beitragsbemessungsgrenze legt den Teil des Einkommens fest, von dem Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung erhoben werden. Einkünfte jenseits der Beitragsbemessungsgrenze bleiben beitragsfrei. Die Beitragsbemessungsgrenze steigt von 52.200 Euro in 2017 um 1,72 % 53.100 Euro in 2018. Das entspricht einem monatlichen Einkommen von 4.350 Euro (2017) bzw. 4.425 Euro (2018).

Grenzwert / Beitragssatz
2017
2018
Versicherungspflichtgrenze 57.600 € 59.400 €
Beitragsbemessungsgrenze 52.200 € / Jahr
(4.350 € / Monat)
53.100 € / Jahr
(4.425 € / Monat)
Allgemeiner Beitragssatz Gesetzliche Krankenvers. 14,6 % (+Zusatzbeitrag) 14,6 % (+Zusatzbeitrag)
Ermäßigter Beitragssatz Gesetzliche Krankenvers. 14,0 % (+Zusatzbeitrag) 14,0 % (+Zusatzbeitrag)
Beitragssatz Gesetzl. Pflegeversicherung 2,55 % (+0,25% Zuschlag für Kinderlose unter 23 Jahre) 2,55 % (+0,25% Zuschlag für Kinderlose unter 23 Jahre)

(Abbildung: Grenzwerte und Beitragssätze in der Krankenversicherung 2017 / 2018)
 

Die bisher geltenden Beitragssätze zur Kranken- und Pflegeversicherung sind in diesem Jahr beibehalten worden.

  • Der allgemeine Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung liegt wie bisher bei 14,6 %.
  • Ebenso bleibt der ermäßigte Beitragssatz bei 14,0 %. Der ermäßigte Beitragssatz gilt für Mitglieder ohne Anspruch auf Krankengeld. Er ist vor allem für Selbständige relevant, aber auch für bestimmte andere Personengruppen (zum Beispiel Hausfrauen/-männer, Arbeitslose, Studenten außerhalb der student. Krankenversicherung).
     
  • Zusätzlich kommen bei der Krankenversicherung noch die Zusatzbeiträge hinzu. Der Zusatzbeitrag wird von jeder Krankenkasse individuell festgelegt. 2017 lag er im Schnitt bei 1,1 Prozent. Der vom Bundesgesundheitsminister definierte durchschnittliche Zusatzbeitrag sinkt 2018 von 1,1 % auf 1,0 %. Einzelne Krankenkassen haben ihren Zusatzbeitrag entsprechend abgesenkt. In der Mehrzahl der Krankenkassen dürfte der Zusatzbeitrag aber in diesem Jahr unverändert stabil bleiben.
     
  • Der Beitragssatz zur sozialen Pflegeversicherung bleibt ebenfalls unverändert bei 2,55 Prozent. Kinderlose, die älter als 23 Jahre sind, müssen weiterhin einen 0,25 %-Zuschlag zahlen.
     
  • Bei abhängig Beschäftigten werden die Beiträge auf Basis des allgemeinen Beitragssatzes in der gesetzlichen Krankenversicherung und des „normalen“ Pflegeversicherungssatzes jeweils zur Hälfte von Arbeitnehmern und Arbeitgebern getragen. Die Zusatzbeiträge und Pflege-Zuschläge für Kinderlose sind dagegen alleine von den Arbeitnehmern zu zahlen. Hier besteht kein Arbeitgeber-Anteil. Freiwillig Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung zahlen die Beiträge immer zu hundert Prozent selbst.

Hohe Krankenkassenbeiträge:
"Privatpatienten" zahlen oftmals weniger!

Selbstständige, Freiberufler und Beamte können uneingeschränkt in die Private Krankenversicherung wechseln. Gleiches gilt für Angestellte mit einem Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze.

Das Privileg "privat versichert" zu sein nutzen viele Berechtigte nicht nur wegen der weitaus besseren Leistungen. Auch die Beiträge sind in der PKV oftmals günstiger, als in der gesetzlichen Krankenversicherung.

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