Heal Capital - PKV-Risikokapitalfonds investiert in niederländisches Startup

Im Herbst vergangenen Jahren hatte der PKV-Verband die Gründung des Risikokapitalfonds Heal Capital bekannt gegeben. Mit dem Fonds stellt die PKV-Branche Wagniskapital zur Verfügung, um die Digitalisierung im Gesundheitswesen voranzutreiben. Dazu will man sich verstärkt externen Know Hows bedienen und in innovative Startups investieren.

Die entwickelten Lösungen stehen dann übergreifend zur Verfügung und PKV-Anbieter sparen eigene Entwicklungskosten und den Aufbau von Entwicklungskapazitäten. Es geht vor allem um digitale Gesundheitsanwendungen, digitale Prävention, Telemedizin und Digitalisierung im Bereich der Pflege.
 

100 Mio. Euro als Zielvolumen - 9,5 Mio. Euro als Leitinvestor für Siilo

Solche Lösungen machen Abläufe effizienter und sorgen für bessere medizinische Behandlung und Versorgung. Das ist der Grundgedanke, der hinter Heal Capital steht. Der Fonds, der vom PKV-Verband und den beiden Berliner Digital Health-Investoren Heartbeat Labs und Flying Health getragen wird, hat ein Zielvolumen von rund 100 Mio. Euro.

Rund ein Dreivierteljahr nach dem Start der Initiative wurde jetzt ein erstes konkretes Investment bekannt gegeben. Das niederländische Unternehmen Siilo erhält 9,5 Mio. Euro im Rahmen einer Series-A-Finanzierungsrunde. So werden Venture Capital-Finanzierungen bezeichnet, die am Anfang der Markterschließung stattfinden, nachdem das Geschäftskonzept steht und der Marktauftritt gelungen ist. Heal Capital ist bei dieser Finanzierungsrunde Leitinvestor, mit Philips Health Technology Venture und EQT Ventures beteiligen sich zwei weitere Venture Capital-Investoren an der Finanzierung.
 

Medizinische Informationen besser vernetzen - das Siilo Modell

Siilo wurde 2016 gegründet und sitzt mit einem rund 30köpfigen Team in Amsterdam. Im Kern handelt es sich um einen Messenger-Dienst, der speziell auf Mediziner und Anwendung im Gesundheitswesen ausgerichtet ist. Die gleichnamige Messenger-App von Siilo bietet Ärzten, Pflegekräften und anderem medizinischen Personal einen einfachen, schnellen und sicheren Informationsaustausch.

Es gibt keine organisations- oder sektorenbedingten Schranken. Die Funktionalität ist ähnlich wie beim weltweit beliebten Messenger-Dienst WhatsApp – mit dem wesentlichen Unterschied, dass bei Siilo medizinspezifische Anforderungen des Datenschutzes und der Datensicherheit beachtet werden. Der Austausch lässt sich außerdem besonders gut für medizinische Zwecke strukturieren. Wissensübertragung, schnellere und transparentere Informationen kommen so auch den behandelten Patienten zugute.

Die Siilo-App ist bisher die einzige, die die von einer Bund-Länder-Konferenz gesetzten Datenschutz-Standards im Krankenhausbereich erfüllt. Möglich wird das durch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung - darunter wird die Datenverschlüsselung über alle Übertragungsstationen hinweg verstanden. Nur die am Datenaustausch Beteiligten können die Informationen entschlüsseln. Bereits jetzt nutzen in Deutschland rund 23.000 Mitarbeiter aus den Bereichen Medizin und Pflege die App. Sie wird bevorzugt in Krankenhäusern - zum Beispiel in der Berliner Charité -, Pflegeheimen und in medizinischen Organisationen eingesetzt.
 

Der Vision Netzwerkmedizin ein Stück näher

Mit dem jetzt zur Verfügung gestellten Kapital will Siilo sein weiteres Wachstum finanzieren. Nach eigenen Angaben hat der Messenger-Dienst weltweit schon 250.000 Nutzer. Einen entscheidenden Schub erhielt die Verbreitung der App in Deutschland durch Corona. Während des Lockdowns im April kamen täglich rund 300 neue Nutzer hinzu. Siilo sieht sich bereits jetzt als Marktführer bei medizinischen Messenger-Diensten, Deutschland wird als wichtigster Markt betrachtet. Das Geld von Heal Capital und den Partner-Investoren bietet die Grundlage für die Etablierung einer Netzwerkmedizin – das ist die erklärte Vision von Siilo.

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