Schon 80 Mio. Euro im PKV-Venture Capital-Fonds

Im September vergangenen Jahres hatte der PKV-Verband die Gründung des Venture-Capital-Fonds heal capital bekannt gegeben. Mit dem Fonds, der seinen Sitz in Berlin hat, soll Geld für innovative Startups zur Verfügung gestellt werden, die digitale Lösungen für das Gesundheitswesen entwickeln.

Kein Steuerabzug bei fehlender Datenübermittlung

Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sind normalerweise als Sonderausgaben bei der Einkommensteuererklärung absetzbar. Bei der PKV können allerdings nur Beiträge zur sogenannten Basisabsicherung in voller Höhe geltend gemacht werden. Bei den GKV-Beiträgen und den Beiträgen zur Pflegepflichtversicherung gibt es eine solche Differenzierung nicht. Da es in der Regel um erhebliche Beträge geht, ist der Ansatz der Versicherungsbeiträge ein wichtiger Beitrag, um die persönliche Einkommensteuerlast zu mindern.

Ein Jahr Terminservicestellen – eine gemischte Bilanz

Vor ziemlich genau einem Jahr nahmen in Deutschland die Terminservicestellen ihre Arbeit auf. Sie waren auf der Grundlage des sogenannten GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes geschaffen worden. Damit sollte einem von „Kassenpatienten“ häufig beklagten Übel entgegengewirkt werden, den oft langen Wartezeiten bei Arztterminen. Gerade beim Gang zum Facharzt mussten GKV-Mitglieder in der Vergangenheit nicht selten mit Wartezeiten von etlichen Wochen bis zu mehreren Monaten rechnen.

Pflegereform: Pflegegrade ersetzen Pflegestufen

Zum 1. Januar 2017 ist das sogenannte Pflegestärkungsgesetz II in Kraft getreten. Hinter diesem eher rechtstechnischen Begriff verbirgt sich die umfassendste Reform der Pflegeversicherung seit ihrer Einführung im Jahre 1995. Zentrales Reformelement ist ein neues System zur Einstufung der Pflegebedürftigkeit. Für die rund 2,7 Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland bedeutet das eine deutliche Verbesserung. Der Kreis der berechtigten Leistungsbezieher wird größer und das Leistungsniveau im Allgemeinen angehoben.

Wenn falsche Angaben beim PKV-Antrag zur Falle werden

Die Gesundheitsprüfung gehört häufig zu den besonders kritischen Punkten beim Wechsel zu einem PKV-Anbieter. Der Kunde steht hier häufig vor einem Dilemma. Beantwortet er die Fragen im Versicherungsantrag wahrheitsgemäß, muss er unter Umständen mit Ablehnung, Leistungsausschlüssen oder besonderen Risikoprämien rechnen. Sind die Angaben unvollständig oder falsch und stellt sich das später heraus, drohen ebenfalls ernste Konsequenzen bis hin zum Versicherungsrücktritt bzw. bis zur Kündigung des Versicherungsverhältnisses.

GKV-Pflicht für Beamte? – eine Bertelsmann-Studie

Beamte sind ein Rückgrat der PKV. Rund 85 Prozent der rund 1,7 Mio. Beamten in Deutschland sind privat krankenversichert. Sie zahlen nur einen ermäßigten Satz - den Beamtentarif -, denn der Staat übernimmt im Rahmen der Beihilfe üblicherweise die Hälfte der anfallenden Kosten für medizinische Leistungen und Medikamente. Wegen dieser Konstruktion lohnt sich für die meisten Beamten eine mögliche freiwillige GKV-Mitgliedschaft nicht, weil in diesem Fall der Beihilfeanspruch weitestgehend wegfällt.

Die Alterungsrückstellungen und ihre volkswirtschaftliche Bedeutung

Die privaten Krankenversicherer sind verpflichtet, Alterungsrückstellungen zu bilden. Damit soll der Beitragsanstieg abgefedert werden, der entstehen würde, wenn mit höherem Alter mehr Gesundheitsleistungen in Anspruch genommen werden. Die Alterungsrückstellungen sorgen auch bei steigendem Lebensalter dafür, dass die Krankenversicherung bezahlbar bleibt. Die Rückstellungsbildung schlägt sich für PKV-Versicherte in einem prozentualen Zuschlag zu ihren Versicherungsprämien nieder.

Bürgerversicherung – eine Studie untersucht Auswirkungen

Noch ist es ein knappes Jahr bis zur nächsten Bundestagswahl, aber der Wahlkampf wirft seine Schatten bereits voraus. Wenn auch noch nicht feststeht, welche Themen im Fokus stehen werden, es ist nicht ganz unwahrscheinlich, dass auch die Bürgerversicherung wieder eine Rolle spielt.

PKV - Selbstbehalt nicht als Sonderausgabe ansetzbar

Bei vielen PKV-Tarifen ist ein Selbstbehalt vorgesehen. Versicherte müssen dann einen Teil der Krankheitskosten selbst tragen, entweder bis zum Erreichen bestimmter Betragsgrenzen oder als prozentualen Anteil. Der Selbstbehalt stellt eine effektive finanzielle Belastung dar, der sich bei regelmäßiger Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen wirtschaftlich ähnlich auswirkt wie ein Versicherungsbeitrag. Dennoch werden Versicherungsbeiträge und Selbstbehalte steuerlich unterschiedlich behandelt:

Der digitale Arztbesuch - mehr als ein Versuchsmodell

Viele Dinge lassen sich heute per Computer erledigen – warum nicht der Arztbesuch? Im digitalen Zeitalter sollte es nicht unbedingt nötig sein, bei jedem Leiden persönlich in der Arztpraxis zu erscheinen. Schließlich gibt es Webcams, Videochats und andere technische Optionen, die die Anamnese und Inaugenscheinnahme durch den Arzt auch ohne Präsenz vor Ort ermöglichen. Obwohl die technischen Möglichkeiten vorhanden sind, gehört der digitale Arztbesuch bisher zur großen Ausnahme. Dafür gibt es schon rechtliche Hürden.

Keine steuerliche Belastung des Krankenkassen-Bonus

Gesetzliche Krankenkassen gewähren ihren Mitgliedern oft Boni, wenn diese sich gesundheitsbewusst verhalten und etwas für die eigene Gesundheitsvorsorge tun. Damit soll auch ein finanzieller Anreiz geschaffen, um sich an entsprechenden Programmen, Angeboten und Maßnahmen zu beteiligen. Die Finanzämter stuften solche Bonuszahlungen bisher als Reduzierung der Beitragslast ein. Die in der Steuererklärung angegebenen Basisbeiträge zur Krankenversicherung wurden dementsprechend gekürzt – mit der Folge einer steuerlichen Mehrbelastung für die Versicherten.

Unabhängige Patientenberatung Deutschland

Mit dem Gesundheitswesen ist jeder Deutsche konfrontiert, sei es als Patient, als Verbraucher von Arzneimitteln oder als Versicherter im Rahmen der Krankenversicherung. Gleichzeitig ist man in Fragen Gesundheit besonders auf externes Know How und Expertise angewiesen, denn das nötige Fachwissen haben die Wenigsten und die Regelungen im Gesundheitswesen sind komplex und unübersichtlich.

Beitragsrückerstattung in der PKV

Aktuell hat die DEBEKA - der größte private deutsche Krankenversicherer - angekündigt, dieses Jahr 355 Millionen Euro an Beiträgen an ihre 412.000 Mitglieder zurückzuerstatten. Damit erhält jedes Mitglied im Schnitt 860 Euro zurück. Auch andere PKV-Anbieter zahlen Beitragsrückerstattungen. Die Höhe der Beträge fällt dabei recht unterschiedlich aus und hängt unter anderem von den vertraglichen Regelungen ab.

Krankentagegeldschutz – BGH verbietet Vertragsklausel

Privater Krankentagegeldschutz ist für Selbständige und Freiberufler wichtig – egal ob sie zum ermäßigten Satz in der GKV oder privat krankenversichert sind. Das Krankentagegeld dient dazu, Verdienstausfälle bei Krankheit abzufedern. Es wirkt damit gerade bei längeren Erkrankungen existenzsichernd. Die Höhe des Krankentagegeldes bemisst sich prinzipiell am vereinbarten Tagessatz, der auf der Grundlage des erzielten Einkommens ermittelt wird.
 

Digitalisierung – auch in der PKV auf dem Vormarsch

Die Digitalisierung erfasst immer mehr Lebensbereiche. Auch in der PKV ist sie längst angekommen, obwohl der Kontakt zwischen Versicherung und Versichertem nach wie vor stark papiergestützt erfolgt. Das gilt vor allem für die Abrechnungen. Doch das dürfte sich in Zukunft ändern. Denn der harte Wettbewerb und der zunehmende Kostendruck zwingen die Unternehmen dazu, kundenfreundliche Lösungen einzuführen und möglichst schlanke Prozesse zu realisieren. Die Digitalisierung bietet hierfür ungeahnte Chancen.

Falsche Beratung zur PKV – wenn die Beweislast den Berater trifft

Beim Wechsel der Krankenversicherung suchen Versicherungsnehmer oft den Rat professioneller Finanzberater und –vermittler. Deren Beratung kann, muss aber nicht immer zielführend sein. Wenn der Rat falsch war, trifft den Berater eine Haftungspflicht. Er muss für Schäden, die dem Kunden durch die Falschberatung entstehen, aufkommen. Soweit die Theorie – in der Praxis fällt es allerdings nicht immer leicht, den Fehler auch tatsächlich nachzuweisen. Schadensersatzforderungen gehen daher oft ins Leere.

Tarifwechsel in der PKV und Mehrleistungsausschluss

Die gesetzlich vorgesehene Möglichkeit von PKV-Versicherten, in einen günstigeren Tarif mit gleichartigem Versicherungsschutz zu wechseln, ist immer wieder Gegenstand von Auseinandersetzungen und Rechtsstreitigkeiten. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich der neue Tarif vom Leistungsumfang her mit dem alten nicht ganz deckt, was häufig gegeben ist.

Auslandsversicherung gehört nicht zu den GKV-Leistungen

Die Auslandskrankenversicherung gehört nicht zu den originären Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Das hat aktuell das Bundessozialgericht in einem Urteil festgestellt und beendete damit als höchstrichterliche Instanz einen jahrelangen Rechtsstreit (BSG-Urteil vom 31.05.2016, Az. Az.: B 1 2/15 R).

BGH - auch beim PKV-Basistarif besteht ein Rücktrittsrecht

Private Krankenversicherer sind kraft Gesetz dazu verpflichtet, ihren Kunden den sogenannten Basistarif anzubieten. Mit diesem Tarif wird Versicherungsnehmern ein Versicherungsschutz gewährt, der dem GKV-Leistungsniveau vergleichbar ist. Im Unterschied zu anderen PKV-Tarifen besteht für den Versicherer ein Annahmezwang.

Heilmittel - die PKV leistet mehr

Heilmittel - ärztlich verordnete Dienstleistungen im Bereich von Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie und Podologie - spielen heute eine bedeutende Rolle bei medizinischen Behandlungen. In der GKV werden Kosten für Heilmittel übernommen, sofern die entsprechenden Verordnungen durch die sogenannte Heilmittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses abgedeckt sind. In der PKV zeigt man sich flexibler und großzügiger.

Die besten PKV-Apps - eine Analyse

Für viele - gerade jüngere - Menschen ist das Leben ohne Smartphone kaum noch denkbar. Das ist insbesondere den Apps zu verdanken, die Rat und Hilfe in allen Lebenslagen bieten, auch wenn es um PKV-Leistungen geht. MSR Insights, die Marktforschungstocher der Unternehmensberatung MSR Consulting, hat sich näher mit PKV-Apps befasst. Die Marktforscher schauten sich die kostenlos nutzbaren Anwendungen von insgesamt 20 privaten Krankenversicherern an. Sie wurden nach der Häufigkeit und dem Ergebnis der Kundenbewertungen beim Abruf in den App-Stores von Google und Apple beurteilt.