Von vollen Kassen in die Krise - Krankenkassen und die Corona-Folgen

Es ist noch nicht lange her, da konnten sich die gesetzlichen Krankenkassen über eine äußerst komfortable Finanzlage freuen. Die Einnahmen sprudelten dank guter Konjunktur und einer ausgezeichneten Beschäftigungssituation kräftig. Der Ausgabenanstieg hielt sich in Grenzen, auch wenn sich zuletzt aufgrund einiger gesundheitspolitischer Maßnahmen eine neue Dynamik entwickelte.

Wahltarife mit Selbstbehalt - Prämienrückzahlung als Beitragsrückerstattung?

Gesetzliche Krankenkassen können ihren Mitgliedern Wahltarife mit Selbstbehalt anbieten. In diesem Fall müssen Versicherte einen gewissen Teil der Krankheits- und Behandlungskosten selbst tragen. Dafür erhalten Sie eine Prämienzahlung, wenn sie keine oder nur geringe GKV-Leistungen in Anspruch nehmen, durch die sich die Beitragslast faktisch reduziert.

Finanzierung der Pflegeversicherung – Zweifel an Verfassungsmäßigkeit

Im Jahre 2001 hat das Bundesverfassungsgericht mit dem sogenannten „Beitragskinderurteil“ eine wegweisende Entscheidung zur Berücksichtigung von Kindern bei Beitragszahlungen in der gesetzlichen Pflegeversicherung getroffen.

Immer mehr Deutsche haben eine private Pflegezusatzversicherung

Als 1995 die Pflegeversicherung in Deutschland eingeführt wurde, war von Anfang an klar, dass sie nicht kostendeckend sein würde. Für eine Kostendeckung wären wesentlich höhere Beiträge erforderlich gewesen. Eine solche finanzielle Belastung sowohl für Arbeitnehmer wie für Arbeitgeber ließ sich aber damals politisch nicht durchsetzen.

„Zwei-Klassen-Medizin“ und das „gerechte“ Arzthonorar

Nach dem mühsamen Ja der SPD zu Koalitionsverhandlungen für eine Fortsetzung der Großen Koalition geht es jetzt vor allem darum, das ausgehandelte Sondierungspapier zu konkretisieren und auszufüllen. Die Sozialdemokraten verlangen außerdem „Nachbesserungen“ in einigen Punkten, um die Chancen auf einen positiven Mitgliederentscheid zu erhöhen.

Bei Streit um die Arztrechnung – Streitverkündung hilft

Privatpatienten sitzen - anders als GKV-Mitglieder - in gewisser Weise zwischen den Stühlen, wenn ihre private Krankenversicherung sich weigert, eine Arztrechnung zu erstatten. Zwar können sie sich mit der Krankenversicherung wegen der verweigerten Erstattung auseinandersetzen, das entbindet aber bei einer berechtigten Forderung nicht von der Verpflichtung, die Arztrechnung zu begleichen.

Diese Wahltarife gibt es in der GKV

Lange gab es in der GKV nur einen Einheitstarif nach dem Motto „gleiche Leistung für alle“. 2007 wurden im Zuge des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes Wahltarife eingeführt. Seither haben GKV-Mitglieder auch im Rahmen des gesetzlichen Systems die Möglichkeit, zwischen unterschiedlichen Tarifen zu wählen. Dadurch können sie Beiträge sparen oder zusätzliche Leistungen in Anspruch nehmen.

Risikozuschlag in der PKV? Eine erneute Überprüfung kann sinnvoll sein

PKV-Versicherte, die zu einem anderen Anbieter wechseln wollen, müssen im Rahmen ihres Versicherungsantrags Gesundheitsfragen beantworten. Auch der Tarifwechsel beim bestehenden Anbieter führt üblicherweise zu einer neuen Gesundheitsprüfung, wenn ein höheres Leistungsniveau angestrebt wird.

Trotz viel Geld - das deutsche Gesundheitssystem ist nicht immer gut

Deutschland leistet sich eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt. Im vergangenen Jahr dürften bei uns fast 360 Milliarden Euro an Gesundheitsausgaben angefallen sein. Mehr als zwei Drittel davon wurden von den gesetzlichen Krankenkassen und der sozialen Pflegeversicherung getragen. Die private Krankenversicherung hat etwa jeden zehnten Euro bezahlt.

Fingierte Genehmigung - wie schnell muss die Krankenkasse entscheiden?

Wissen Sie, was eine „fingierte Genehmigung“ ist? Wenn nicht, dürfte es Ihnen gehen wie der großen Mehrheit der Bundesbürger. Bei der fingierten Genehmigung handelt sich um eine Rechtsfigur des deutschen Verwaltungsrechts. Sie kann in verschiedenen Zusammenhängen relevant werden.

Wie solvent sind die privaten Krankenversicherer?

Mit dem Begriff „Solvency II“ werden nur die wenigsten Versicherungskunden etwas anfangen können. Versicherungsexperten verbinden damit eine ganze Menge - handelt es sich doch um ein maßgebendes europäisches Regelwerk für die Branche. Es setzt den aufsichtsrechtlichen Rahmen für die Versicherungstätigkeit - auch für PKV-Anbieter.

Kommt jetzt die Bürgerversicherung?

Auch Monate nach der Bundestagswahl steht immer noch nicht fest, ob und in welcher Konstellation die nächste Bundesregierung zustande kommen wird. Nach dem Scheitern der „Jamaika“-Verhandlungen und Appellen des Bundespräsidenten ist aber inzwischen die Wahrscheinlichkeit für eine Neuauflage der Großen Koalition hoch. Die Sonderungsgespräche zwischen SPD und CDU/CSU sind im vollen Gange.

Beitragserhöhung in der PKV – diese Optionen gibt es

Vor einem Jahr sorgten zum Teil massive Beitragserhöhungen bei vielen PKV-Versicherten für erhebliche Aufregung. Damals hoben die Versicherer die Prämien häufig im zweistelligen Prozentbereich an. Die Verteuerung war überdies auf eine längere Phase relativer Beitragsstabilität erfolgt.

Jetzt auch in zweiter Instanz - AXA hat zu Unrecht Beiträge erhöht

Bereits seit Monaten schaut die PKV-Branche argwöhnisch auf ein Verfahren, das in Potsdam geführt wird. Dabei geht es um die Rechtmäßigkeit von Beitragserhöhungen durch die AXA Krankenversicherung AG. Der Streit entzündet sich an der Unabhängigkeit des von der AXA beauftragten Treuhänders.

Schnellere Arzttermine für Privatpatienten – Tatsache oder Vorurteil?

Lange galt es als ein fast unbestrittenes Faktum, dass Privatpatienten bei Arztterminen schneller zum Zug zu kommen als GKV-Mitglieder. Die Tatsache der besseren Vergütung für Ärzte bei PKV-Versicherten schien für eine Vorzugsbehandlung bei der Terminvergabe zu sprechen.

PKV – so zufrieden sind die Versicherten

Alljährlich analysiert das Marktforschungsunternehmen Servicebarometer AG die Kundenzufriedenheit in verschiedenen Branchen. Das Ergebnis ist das „Kundenbarometer Deutschland“. Jetzt liegt das „Kundenbarometer Deutschland 2017“ vor. Darin wird auch die PKV-Branche hinsichtlich Kundenzufriedenheit und Kundenloyalität untersucht.

Beitragsschulden in der GKV – wer steckt dahinter?

Bis zur Jahresmitte 2017 sind die Beitragsschulden in der GKV auf fast 6,8 Milliarden Euro gewachsen, ein neuer Rekordwert. Damit haben sich die nicht gezahlten Beiträge binnen eines Zeitraums von nicht einmal sechs Jahren fast verfünffacht. Woran liegt es, dass viele GKV-Mitglieder ihre Beiträge schuldig bleiben und sich so im Zeitablauf ein Schuldenberg aufbaut?

Versicherte offen für Datenweitergabe an Krankenkassen

Unter der Überschrift „Die Zukunft der Gesundheitsversorgung“ hat die pronova BKK im Juni eine repräsentative Studie durchführen lassen. In der Untersuchung wurden u.a. Erwartungen von Versicherten an die Beratung durch ihre Krankenkassen erhoben. Dabei ging es auch um die Bereitschaft, persönliche Daten für Beratungszwecke zur Verfügung zu stellen.

PKV: für einen stetigeren Beitragsverlauf

Für zahlreiche PKV-Versicherte war es ein Schock, als sie zum Jahreswechsel 2016/17 eine Mitteilung von ihrer Krankenversicherung über höhere Beiträge erhielten. Für viele Versicherungsnehmer bewegten sie sich im zweistelligen Prozentbereich. Im Schnitt lag die Beitragsanhebung bei rund sechs Prozent. Gerade für ältere Versicherte bedeutet das eine erheblich finanzielle Zusatzbelastung.

BSG-Urteil: keine GKV-Beiträge auf Überbrückungsgeld

Rentenbezieher müssen wie normale Arbeitnehmer Krankenversicherungsbeiträge leisten. Bei GKV-Mitgliedern sind die Rentenbezüge die Bemessungsgrundlage für Beitragszahlungen. Neben der gesetzlichen Rente fallen grundsätzlich auch Betriebsrenten, Zusatzrenten, Witwen- und Waisenrenten unter die Beitragspflicht.

Ersatzkassen zur Pflegeversicherung - PPV soll mehr beitragen

Ähnlich wie in der Krankenversicherung bestehen in Deutschland auch bei der Pflegeversicherung zwei Systeme nebeneinander: die soziale Pflegeversicherung (SPV) - das Pendant zur GKV - und die private Pflegeversicherung (PPV), das Gegenstück zur PKV.