Von vollen Kassen in die Krise - Krankenkassen und die Corona-Folgen

Es ist noch nicht lange her, da konnten sich die gesetzlichen Krankenkassen über eine äußerst komfortable Finanzlage freuen. Die Einnahmen sprudelten dank guter Konjunktur und einer ausgezeichneten Beschäftigungssituation kräftig. Der Ausgabenanstieg hielt sich in Grenzen, auch wenn sich zuletzt aufgrund einiger gesundheitspolitischer Maßnahmen eine neue Dynamik entwickelte.

Treuhänder in der PKV – wie sieht die Prüfpraxis aus?

Seit einige Gerichtsurteile PKV-Prämienerhöhungen für unzulässig erklärt haben, weil der Treuhänder, der die Ordnungsmäßigkeit der Anpassung zu testieren hatte, nach richterlicher Auffassung nicht die erforderliche Unabhängigkeit besaß, ist die Rolle der Treuhänder verstärkt in den Blick der Öffentlichkeit geraten.

Rekord bei Altersrückstellungen, Pflegeversicherung wird teurer

Trotz anhaltend niedriger Zinsen, die Altersrückstellungen der privaten Krankenversicherer erreichen im ersten Halbjahr 2018 voraussichtlich einen neuen Rekord. Das hat zumindest Uwe Laue, der Vorsitzende des Verbandes der Privaten Krankenversicherung, anlässlich der aktuellen Jahrestagung seiner Organisation erklärt.

Bundesregierung bringt GKV-Entlastungsgesetz auf den Weg

In seiner Sitzung am 6. Juni hat das Bundeskabinett den Entwurf für ein „Gesetz zur Beitragsentlastung der Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung“ verabschiedet. Damit ist der Weg für die parlamentarischen Beratungen frei. Mit dem GKV-Entlastungsgesetz werden einige gesundheitspolitischen Vorhaben der Großen Koalition in die Tat umgesetzt.

Die Beiträge im Standardtarif der PKV steigen

Der Standardtarif in der PKV ist eine Option für ältere Versicherungsnehmer, die bereits vor 2009 über privaten Krankenversicherungsschutz verfügten und im Alter in einen Tarif mit niedrigeren Beiträgen wechseln wollen oder müssen. Der Tarif wird von allen privaten Krankenversicherern angeboten und sieht ähnliche Leistungen vor wie in der GKV.

Tarifoptimierung in der PKV – die Grenzen eines Geschäftsmodells

Viele Versicherungsberater bieten ihren Kunden als kostenpflichtigen Service die PKV-Tarifoptimierung an. Dabei wird in Aussicht gestellt, günstigere Tarife für den Krankenversicherungs-Schutz mit gleichartigen Leistungen beim bestehenden Versicherer zu identifizieren.

Tarife und Service in der PKV auf dem Prüfstand – das sagt das DISQ

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) untersucht jedes Jahr die Konditionen und den Service im Bereich der privaten Krankenversicherer. Auch für 2018 ist eine solche Analyse bereits erfolgt. Die Ergebnisse wurden kürzlich vorgestellt. Sie zeigen, dass es in der PKV durchweg leistungsstarke Tarife gibt, bei der Service-Qualität besteht allerdings noch Verbesserungsbedarf.

Wie man mit den Schwierigkeiten der Pflegebedürftigkeit umzugehen lernt

Ob Partner oder Elternteil. Wenn ein geliebter Mensch durch die Last des Alters schwer gezeichnet wird, ist es nicht leicht, sich an diese neuen Tatsachen zu gewöhnen. Doch es geht. Und man muss auch daran arbeiten, dem Menschen zuliebe.

Polizisten, Feuerwehrleute und Justizbeamte – Heilfürsorge, Beihilfe und PKV

Beamte wählen bei der Krankenversicherung überwiegend den privaten Krankenversicherungsschutz. Da ihr Dienstherr im Rahmen der Beihilfe einen erheblichen Teil der Krankheitskosten übernimmt, muss in der PKV nur das „Restrisiko“ versichert werden.

Was wünschen sich Krankenversicherte an digitalen Lösungen?

Wir leben bekanntlich im Zeitalter der Digitalisierung. Daher gewinnen digitale Lösungen auch im Gesundheitswesen und im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung immer mehr an Bedeutung. Allerdings werden die Potenziale erst zum Teil genutzt. Dabei wären GKV-Mitglieder durchaus aufgeschlossen für mehr digitale Angebote.

GKV: geplante Maßnahmen zur Beitragsentlastung

Die finanzielle Lage der gesetzlichen Krankenkassen ist so gut wie seit vielen Jahren nicht. Die dynamische Konjunktur und die hohe Beschäftigung haben es möglich gemacht. Alleine im vergangenen Jahr wurden im GKV-System Überschüsse in Höhe von rund 3,1 Mrd. Euro erzielt. Die Rücklagen in der GKV sollen sich mittlerweile auf 18 Milliarden Euro belaufen.

Immer umstrittener – die Rolle der Treuhänder bei Prämienanpassungen

Die privaten Krankenversicherer können ihre Prämien nicht nach Gutdünken verändern. Dafür gelten bestimmte gesetzliche Regeln. Außerdem muss ein unabhängiger Treuhänder testieren, dass die Prämienanpassung in Übereinstimmung mit dem Gesetz erfolgt. Ohne gültiges Testat ist sie unwirksam. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Anpassung berechtigt gewesen ist oder nicht.

docdirekt - erstes Telemedizin-Modellprojekt für Kassenpatienten

Ärztliche Behandlungen online, ohne vorher im persönlichen Kontakt mit einem Mediziner gestanden zu haben - das ist jetzt in Baden-Württemberg möglich. Am 16. April ist das Modellprojekt docdirekt der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) gestartet. Damit hält die Digitalisierung endgültig beim „Gang zum Arzt“ Einzug. Der ist nämlich jetzt auch virtuell möglich.
 

PKV: selbst getragene Kosten sind keine Beiträge

In der PKV kann es sich in bestimmten Konstellationen lohnen, die Versicherung nicht in Anspruch zu nehmen, sondern Kosten für medizinische Behandlungen oder Medikamente selbst zu tragen. Denn wenn die PKV über längere Zeit - in der Regel ein Jahr - keine Leistungen erbringen muss, sind oft Beitragsrückerstattungen vorgesehen.

Arzttermine – PKV-Patienten deutlich zufriedener als Kassenpatienten

Die Wartezeiten bei Arztterminen sind einer der wichtigsten Prüfsteine, wenn es um die unterschiedliche Behandlung von Kassenpatienten und PKV-Versicherten geht. Privat Versicherte würden bei der Terminvergabe häufig bevorzugt, lautet ein gängiger Vorwurf. Wer in der GKV versichert ist, müsse dagegen vor allem beim Facharzt länger warten.

Wettbewerb in der GKV – Bundesversicherungsamt sieht Defizite

Lange war Wettbewerb in der GKV ein Fremdwort. Erst mit der Einführung des freien Krankenkassen-Wahlrechts im Jahre 1996 durch das Gesundheitsstrukturgesetz wurde der Konkurrenz eine Tür geöffnet. Wettbewerbsfördernd wirkte außerdem die Einführung kassenindividueller Zusatzbeiträge ab 2015. Seither findet der Krankenkassen-Wettbewerb auch über den Preis statt.

Schwere-Krankheiten-Vorsorge – die Dread-Disease-Versicherung

In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 500.000 Menschen an Krebs, rund 300.000 trifft ein Herzinfarkt und 200.000 sind erstmals von einem Schlaganfall betroffen. Das Risiko schwer zu erkranken, ist also keinesfalls gering einzuschätzen. Es nimmt mit steigendem Lebensalter zu, aber auch in jüngeren Jahren ist niemand davor gefeit.

PKV-Beiträge: wenn der Sonderausgaben-Abzug ausscheidet

Normalerweise können Beiträge zu einer privaten Krankenvollversicherung dem jeweiligen Basistarif-Anteil entsprechend unbeschränkt bei der Steuererklärung als Sonderausgaben berücksichtigt werden. Beiträge für weitergehenden Krankenschutz lassen sich dagegen nur bis zum Höchstbetrag von 1.900 Euro (bzw.

Einheitliche Arzthonorare: Belastung der GKV - Entlastung der PKV?

Bei den Sondierungen und Koalitionsverhandlungen für eine neue Bundesregierung war die Bürgerversicherung ein „heißes Eisen“. Die SPD hatte ihren Wählern im Bundestagswahlkampf unter dem Motto „Mehr Gerechtigkeit“ den Einstieg in die „Einheitsversicherung für alle“ in Aussicht gestellt.

Krankenkasse von Amazon & Co – ein Modell mit Zukunft?

Demnächst nicht mehr bei der AOK, Debeka oder DKV krankenversichert, sondern bei Amazon, Union Investment oder der Deutschen Bank? In Deutschland dürfte es wohl noch etwas dauern, bis es so weit kommt. Dem steht allein schon das recht festgefügte und stark reglementierte deutsche Krankenversicherungssystem entgegen.

Versicherungspflicht für Arbeitnehmer mit Provisionszahlungen?

Arbeitnehmer, die ein Einkommen jenseits der Versicherungspflichtgrenze aufweisen, können sich entscheiden, ob sie weiter in der GKV bleiben oder in die PKV wechseln wollen. Sinkt das Einkommen wieder unter den jeweils gültigen Grenzwert, tritt erneut Versicherungspflicht in der „Gesetzlichen“ ein. 2018 liegt die Versicherungspflichtgrenze bei 59.600 Euro Jahreseinkommen.