Corona-Krise - was bedeutet Kurzarbeit für die PKV?

Der durch die Corona-Krise bewirkte wirtschaftliche Stillstand hat Auswirkungen für Millionen Arbeitnehmer. Viele arbeiten derzeit im Home Office. Andere sind zeitweise zur Untätigkeit verdammt. Zahlreiche Unternehmen haben für ihre Beschäftigten Kurzarbeit beantragt, um die Zeit des Produktionsstopps zu überbrücken und Entlassungen zu vermeiden.

GKV: geplante Maßnahmen zur Beitragsentlastung

Die finanzielle Lage der gesetzlichen Krankenkassen ist so gut wie seit vielen Jahren nicht. Die dynamische Konjunktur und die hohe Beschäftigung haben es möglich gemacht. Alleine im vergangenen Jahr wurden im GKV-System Überschüsse in Höhe von rund 3,1 Mrd. Euro erzielt. Die Rücklagen in der GKV sollen sich mittlerweile auf 18 Milliarden Euro belaufen.

Immer umstrittener – die Rolle der Treuhänder bei Prämienanpassungen

Die privaten Krankenversicherer können ihre Prämien nicht nach Gutdünken verändern. Dafür gelten bestimmte gesetzliche Regeln. Außerdem muss ein unabhängiger Treuhänder testieren, dass die Prämienanpassung in Übereinstimmung mit dem Gesetz erfolgt. Ohne gültiges Testat ist sie unwirksam. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Anpassung berechtigt gewesen ist oder nicht.

docdirekt - erstes Telemedizin-Modellprojekt für Kassenpatienten

Ärztliche Behandlungen online, ohne vorher im persönlichen Kontakt mit einem Mediziner gestanden zu haben - das ist jetzt in Baden-Württemberg möglich. Am 16. April ist das Modellprojekt docdirekt der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) gestartet. Damit hält die Digitalisierung endgültig beim „Gang zum Arzt“ Einzug. Der ist nämlich jetzt auch virtuell möglich.
 

PKV: selbst getragene Kosten sind keine Beiträge

In der PKV kann es sich in bestimmten Konstellationen lohnen, die Versicherung nicht in Anspruch zu nehmen, sondern Kosten für medizinische Behandlungen oder Medikamente selbst zu tragen. Denn wenn die PKV über längere Zeit - in der Regel ein Jahr - keine Leistungen erbringen muss, sind oft Beitragsrückerstattungen vorgesehen.

Arzttermine – PKV-Patienten deutlich zufriedener als Kassenpatienten

Die Wartezeiten bei Arztterminen sind einer der wichtigsten Prüfsteine, wenn es um die unterschiedliche Behandlung von Kassenpatienten und PKV-Versicherten geht. Privat Versicherte würden bei der Terminvergabe häufig bevorzugt, lautet ein gängiger Vorwurf. Wer in der GKV versichert ist, müsse dagegen vor allem beim Facharzt länger warten.

Wettbewerb in der GKV – Bundesversicherungsamt sieht Defizite

Lange war Wettbewerb in der GKV ein Fremdwort. Erst mit der Einführung des freien Krankenkassen-Wahlrechts im Jahre 1996 durch das Gesundheitsstrukturgesetz wurde der Konkurrenz eine Tür geöffnet. Wettbewerbsfördernd wirkte außerdem die Einführung kassenindividueller Zusatzbeiträge ab 2015. Seither findet der Krankenkassen-Wettbewerb auch über den Preis statt.

Schwere-Krankheiten-Vorsorge – die Dread-Disease-Versicherung

In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 500.000 Menschen an Krebs, rund 300.000 trifft ein Herzinfarkt und 200.000 sind erstmals von einem Schlaganfall betroffen. Das Risiko schwer zu erkranken, ist also keinesfalls gering einzuschätzen. Es nimmt mit steigendem Lebensalter zu, aber auch in jüngeren Jahren ist niemand davor gefeit.

PKV-Beiträge: wenn der Sonderausgaben-Abzug ausscheidet

Normalerweise können Beiträge zu einer privaten Krankenvollversicherung dem jeweiligen Basistarif-Anteil entsprechend unbeschränkt bei der Steuererklärung als Sonderausgaben berücksichtigt werden. Beiträge für weitergehenden Krankenschutz lassen sich dagegen nur bis zum Höchstbetrag von 1.900 Euro (bzw.

Einheitliche Arzthonorare: Belastung der GKV - Entlastung der PKV?

Bei den Sondierungen und Koalitionsverhandlungen für eine neue Bundesregierung war die Bürgerversicherung ein „heißes Eisen“. Die SPD hatte ihren Wählern im Bundestagswahlkampf unter dem Motto „Mehr Gerechtigkeit“ den Einstieg in die „Einheitsversicherung für alle“ in Aussicht gestellt.

Krankenkasse von Amazon & Co – ein Modell mit Zukunft?

Demnächst nicht mehr bei der AOK, Debeka oder DKV krankenversichert, sondern bei Amazon, Union Investment oder der Deutschen Bank? In Deutschland dürfte es wohl noch etwas dauern, bis es so weit kommt. Dem steht allein schon das recht festgefügte und stark reglementierte deutsche Krankenversicherungssystem entgegen.

Versicherungspflicht für Arbeitnehmer mit Provisionszahlungen?

Arbeitnehmer, die ein Einkommen jenseits der Versicherungspflichtgrenze aufweisen, können sich entscheiden, ob sie weiter in der GKV bleiben oder in die PKV wechseln wollen. Sinkt das Einkommen wieder unter den jeweils gültigen Grenzwert, tritt erneut Versicherungspflicht in der „Gesetzlichen“ ein. 2018 liegt die Versicherungspflichtgrenze bei 59.600 Euro Jahreseinkommen.

Wahltarife mit Selbstbehalt - Prämienrückzahlung als Beitragsrückerstattung?

Gesetzliche Krankenkassen können ihren Mitgliedern Wahltarife mit Selbstbehalt anbieten. In diesem Fall müssen Versicherte einen gewissen Teil der Krankheits- und Behandlungskosten selbst tragen. Dafür erhalten Sie eine Prämienzahlung, wenn sie keine oder nur geringe GKV-Leistungen in Anspruch nehmen, durch die sich die Beitragslast faktisch reduziert.

Finanzierung der Pflegeversicherung – Zweifel an Verfassungsmäßigkeit

Im Jahre 2001 hat das Bundesverfassungsgericht mit dem sogenannten „Beitragskinderurteil“ eine wegweisende Entscheidung zur Berücksichtigung von Kindern bei Beitragszahlungen in der gesetzlichen Pflegeversicherung getroffen.

Immer mehr Deutsche haben eine private Pflegezusatzversicherung

Als 1995 die Pflegeversicherung in Deutschland eingeführt wurde, war von Anfang an klar, dass sie nicht kostendeckend sein würde. Für eine Kostendeckung wären wesentlich höhere Beiträge erforderlich gewesen. Eine solche finanzielle Belastung sowohl für Arbeitnehmer wie für Arbeitgeber ließ sich aber damals politisch nicht durchsetzen.

„Zwei-Klassen-Medizin“ und das „gerechte“ Arzthonorar

Nach dem mühsamen Ja der SPD zu Koalitionsverhandlungen für eine Fortsetzung der Großen Koalition geht es jetzt vor allem darum, das ausgehandelte Sondierungspapier zu konkretisieren und auszufüllen. Die Sozialdemokraten verlangen außerdem „Nachbesserungen“ in einigen Punkten, um die Chancen auf einen positiven Mitgliederentscheid zu erhöhen.

Bei Streit um die Arztrechnung – Streitverkündung hilft

Privatpatienten sitzen - anders als GKV-Mitglieder - in gewisser Weise zwischen den Stühlen, wenn ihre private Krankenversicherung sich weigert, eine Arztrechnung zu erstatten. Zwar können sie sich mit der Krankenversicherung wegen der verweigerten Erstattung auseinandersetzen, das entbindet aber bei einer berechtigten Forderung nicht von der Verpflichtung, die Arztrechnung zu begleichen.

Diese Wahltarife gibt es in der GKV

Lange gab es in der GKV nur einen Einheitstarif nach dem Motto „gleiche Leistung für alle“. 2007 wurden im Zuge des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes Wahltarife eingeführt. Seither haben GKV-Mitglieder auch im Rahmen des gesetzlichen Systems die Möglichkeit, zwischen unterschiedlichen Tarifen zu wählen. Dadurch können sie Beiträge sparen oder zusätzliche Leistungen in Anspruch nehmen.

Risikozuschlag in der PKV? Eine erneute Überprüfung kann sinnvoll sein

PKV-Versicherte, die zu einem anderen Anbieter wechseln wollen, müssen im Rahmen ihres Versicherungsantrags Gesundheitsfragen beantworten. Auch der Tarifwechsel beim bestehenden Anbieter führt üblicherweise zu einer neuen Gesundheitsprüfung, wenn ein höheres Leistungsniveau angestrebt wird.

Trotz viel Geld - das deutsche Gesundheitssystem ist nicht immer gut

Deutschland leistet sich eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt. Im vergangenen Jahr dürften bei uns fast 360 Milliarden Euro an Gesundheitsausgaben angefallen sein. Mehr als zwei Drittel davon wurden von den gesetzlichen Krankenkassen und der sozialen Pflegeversicherung getragen. Die private Krankenversicherung hat etwa jeden zehnten Euro bezahlt.

Fingierte Genehmigung - wie schnell muss die Krankenkasse entscheiden?

Wissen Sie, was eine „fingierte Genehmigung“ ist? Wenn nicht, dürfte es Ihnen gehen wie der großen Mehrheit der Bundesbürger. Bei der fingierten Genehmigung handelt sich um eine Rechtsfigur des deutschen Verwaltungsrechts. Sie kann in verschiedenen Zusammenhängen relevant werden.