Von vollen Kassen in die Krise - Krankenkassen und die Corona-Folgen

Es ist noch nicht lange her, da konnten sich die gesetzlichen Krankenkassen über eine äußerst komfortable Finanzlage freuen. Die Einnahmen sprudelten dank guter Konjunktur und einer ausgezeichneten Beschäftigungssituation kräftig. Der Ausgabenanstieg hielt sich in Grenzen, auch wenn sich zuletzt aufgrund einiger gesundheitspolitischer Maßnahmen eine neue Dynamik entwickelte.

GKV: Krankengeldanspruch auch bei Auslands-Urlaub?

Wer Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse ist, hat bei längerer Krankheit Anspruch auf Krankengeld. Damit sollen Einkommensverluste durch das übliche Auslaufen der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall nach sechs Wochen ausgeglichen werden. Das Krankengeld ist damit ein wichtiges Instrument der finanziellen Existenzsicherung.

Aufnahmegarantie jetzt auch für Beamte auf Widerruf (Beamtenanwärter)

Die Beamten bilden nach wie vor so etwas wie das Rückgrat der PKV. Von den rund 8,8 Mio. Versicherten in der Krankenvollversicherung waren Ende 2017 knapp die Hälfte beihilfeberechtigt. Es handelte sich also um Beamte oder deren Familienangehörige.

Beitragseinnahmen und Ausgaben - PKV und GKV im Langzeitvergleich

Gesetzliche und private Krankenversicherung basieren auf zwei unterschiedlichen Systemen. Während in der GKV das Solidarprinzip gilt, funktioniert die PKV nach dem - in der privaten Versicherungswirtschaft üblichen - Äquivalenzprinzip.

Entlastung bei GKV-Beiträgen auf Betriebsrenten?

Rund 17 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland verfügen über eine betriebliche Altersvorsorge. Die Betriebsrente gilt als dritte Säule der Alterssicherung und soll weiter gestärkt werden, da das gesetzliche Rentensystem an seine Leistungsgrenzen kommt und die private Altersvorsorge unter den niedrigen Zinsen leidet.

Familienversicherung in der GKV – rückwirkende Aufhebung ist möglich

Die beitragsfreie Familienversicherung gehört immer noch zu den „geldwerten“ Vorteilen der gesetzlichen Krankenversicherung. Durch die Möglichkeit, Ehepartner und Kinder ohne eigene Beiträge zu versichern, sind die Versicherungskosten für Familien in vielen Fällen deutlich niedriger als in der PKV, wo jedes Familienmitglied extra zu versichern wäre.

Krankenkassen – gehen die Zeiten hoher Überschüsse zu Ende?

In den vergangenen beiden Jahren meldeten die gesetzlichen Krankenkassen fast von Quartal zu Quartal neue Überschuss-Rekorde. Selten war die finanzielle Ausstattung so gut und Reserven so üppig. Bundesgesundheitsminister Spahn sah sich sogar veranlasst, die Kassen zum finanziellen Abbau ihrer Rücklagen aufzufordern und dafür gesetzliche Vorgaben zu schaffen.

Pflegezusatzversicherung - großer Bedarf, schwindendes Interesse

Auf den ersten Blick scheinen die Zahlen beeindruckend. Innerhalb von zehn Jahren hat sich die Zahl der privaten Pflegezusatzversicherungen hierzulande mehr als verdoppelt. Stand Mitte 2018 gab es rund 2,74 Mio. Verträge. Dabei sind die ca. 850.000 staatlich geförderten - Stichwort: „Pflege-Bahr“ - Verträge noch nicht mitgerechnet.

Was bringt das neue Terminservice- und Versorgungsgesetz?

Vor wenigen Tagen hat der Bundestag das sogenannte Terminservice- und Versorgungsgesetz beschlossen - ein fast 200 Seiten umfassendes Regelungswerk, das gleichzeitig zu den Vorhaben gehört, die Bundesgesundheitsminister Spahn besonders am Herzen liegen. Manche sehen in dem Gesetz eine Art „Gesellenstück“ des Ministers nach ziemlich genau einem Jahr im Amt.

Zuzahlungen in der GKV - Patienten müssen deutlich mehr zahlen

Zuzahlungen sind eine Form der Selbstbeteiligung in der GKV. Sie fallen bei Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln an. Aber auch bei nahezu allen anderen Leistungen der GKV sind Zuzahlungen zu leisten - zum Beispiel bei Krankenhausaufenthalten, Reha-Maßnahmen oder häuslicher Krankenpflege.

Der Basistarif in der PKV - eine „Notlösung“, die wenig genutzt wird

Mit dem sogenannten GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz ist 2009 gleichzeitig der Basistarif in der PKV eingeführt worden. Seither sind private Krankenversicherer verpflichtet, einen branchenweit einheitlichen Tarif anzubieten, der vergleichbare Leistungen wie in der GKV vorsieht - den Basistarif.

Zusatzbeiträge - über jede dritte Krankenkasse mit niedrigeren Beiträgen

Im vergangenen Herbst hatte das zuständige Bundesgesundheitsministerium den durchschnittlichen Zusatzbeitrag für 2019 auf 0,9 Prozent festgelegt. Die damit verbundene Absenkung um 0,1 Prozentpunkte ist der guten Finanzlage der Krankenkassen geschuldet. Deren Reserven überschritten im letzten Jahr erstmals die 20 Milliarden Euro-Marke.

Soziale Pflegeversicherung - die Beiträge werden weiter steigen

Zum Jahreswechsel konnten sich GKV-Mitglieder zwar über die volle Parität in der Krankenversicherung und vielfach niedrigere Zusatzbeiträge freuen. Dafür sind die Beiträge zur sozialen Pflegeversicherung deutlich angehoben worden - um 0,5 Prozentpunkte. Seit dem 1. Januar 2019 beträgt der Beitragssatz 3,05 Prozent (3,30 Prozent für Kinderlose).

Innovativ – Henkel mit betrieblicher Pflegeversicherung für Mitarbeiter

Die betriebliche Altersvorsorge - kurz bAV - ist ein gängiger Begriff, der den meisten Arbeitnehmern etwas sagt. Mit der betrieblichen Krankenversicherung sieht das schon ganz anders aus. Denn bisher machen nur relativ wenige Unternehmen von der Möglichkeit Gebrauch, ihren Mitarbeitern im Rahmen einer Gruppenversicherung einen günstigen Krankenzusatzschutz zu bieten.

Kieferorthopädie - vom Sinn und Unsinn von Zahnspangen

Die Meldung des Bundesgesundheitsministeriums sorgte für Aufsehen. In einem vom Ministerium in Auftrag gegebenen Gutachten wird festgestellt, dass es keine belastbaren Erkenntnisse zum Nutzen von Zahnspangen gibt. Dies überrascht angesichts der Tatsache, dass alleine die gesetzlichen Krankenkassen jedes Jahr gut eine Milliarde Euro für kieferorthopädische Behandlungen ausgeben.

Tarifwechsel in der PKV - wie sehen das die Versicherten?

 PKV-Versicherte besitzen einen gesetzlichen Anspruch, jederzeit bei ihrem Versicherer in einen anderen Tarif mit gleichartigen Leistungen wechseln zu können - ohne erneute Gesundheitsprüfung und unter voller Mitnahme der Altersrückstellungen. Die Rechtsgrundlage dafür bildet § 204 VVG.

„Hamburger Modell“ für Beamten-Krankenversicherung – Vorbild für andere?

Seit August 2018 können Beamte in Hamburg ein pauschales Beihilfemodell wählen, das auch bei freiwilliger Mitgliedschaft in der GKV Beihilfen gewährt. Damit wird es für Staatsdiener in der Hansestadt tendenziell attraktiver, sich bei einer gesetzlichen Krankenkasse zu versichern - ein politisch gewollte Signal und ein Beispiel, das Schule machen könnte.

BGH-Entscheidung im Treuhänderstreit - PKV-Anbieter im Recht

Die Entscheidung des Bundesgerichtshofes (BGH) im sogenannten Treuhänder-Streit war mit Spannung erwartet worden. Ging es doch darum, ob Beitragserhöhungen eines PKV-Anbieters mit Auswirkungen in Millionen-Höhe möglicherweise zu Unrecht erfolgt waren, weil der testierende Treuhänder nicht die erforderliche Unabhängigkeit aufwies.

Kranken- und Pflegeversicherung - das ändert sich 2019

Wie jedes Jahr treten mit dem Jahreswechsel wieder etliche gesetzliche Änderungen in Kraft, die die Kranken- und Pflegeversicherung in Deutschland betreffen. Die Verwirklichung der vollen Parität in der GKV und höhere Beiträge zur Pflegeversicherung sind nur zwei davon. Wir geben an dieser Stelle einen Überblick über die wichtigsten Änderungen.
 

DAK-Pflegereport 2018: starke regionale Unterschiede bei der Pflege

In wenigen Wochen - pünktlich zum 1. Januar 2019 - steigen die Beiträge in der sozialen Pflegeversicherung um 0,5 Prozentpunkte. Mit dieser spürbaren Anhebung wird den stark gestiegenen Pflegekosten im Zusammenhang mit den Pflegereformen der letzten Legislaturperiode Rechnung getragen. Auch die beabsichtigte Intensivierung des Personaleinsatzes in der Pflege spielt eine Rolle.

Krankenkasse muss unter Umständen auch Behandlung in den USA bezahlen

Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen zielen in erster Linie auf Behandlungen, die in Deutschland erfolgenDie Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen zielen in erster Linie auf Behandlungen, die in Deutschland erfolgen. Wer ins Ausland reist, um sich dort behandeln zu lassen, kann nicht ohne weiteres mit einer Kostenübernahme durch die Krankenkasse rechnen.