Von vollen Kassen in die Krise - Krankenkassen und die Corona-Folgen

Es ist noch nicht lange her, da konnten sich die gesetzlichen Krankenkassen über eine äußerst komfortable Finanzlage freuen. Die Einnahmen sprudelten dank guter Konjunktur und einer ausgezeichneten Beschäftigungssituation kräftig. Der Ausgabenanstieg hielt sich in Grenzen, auch wenn sich zuletzt aufgrund einiger gesundheitspolitischer Maßnahmen eine neue Dynamik entwickelte.

Private Krankenversicherung - vergleichen lassen sinnvoll?

Wenn man sich für eine private Krankenversicherung interessiert oder als privat Versicherter zu einer anderen Krankenversicherung wechseln möchte, führt der Musterweg eindeutig über die Bereiche “Information” und “Vergleich”.

Die private Krankenversicherung zählt zu den umfangreichsten und undurchsichtigsten Versicherungsformen überhaupt. Je mehr Sie also über das Thema wissen, desto besser!

Vergleich der privaten Krankenversicherung für Selbstständige und Freiberufler

Selbstständige unterliegen einem weitaus höherem Gesundheitsrisiko, als Angestellte. Daher sollte man die Frage, ob eine private Krankenversicherung der gesetzlichen Krankenversicherung vorzuziehen ist, nicht nur aus Aspekten der Beitragshöhe entscheiden. Unterschied zu vielen anderen Versicherungsarten ist, dass Sie eine Krankenversicherung irgendwann in Anspruch nehmen werden – ob früher oder später. Und erst dann wird der Unterschied zwischen den Kassensystemen deutlich.

Was muss ich vor dem Versicherungswechsel beachten?

Die Angebote zum Beitritt in die private Krankenversicherung sind verlockend: „Sparen Sie mehrere hundert Euro im Jahr durch einen Wechsel der privaten Krankenversicherung“. Doch bevor Sie vorschnell eine Entscheidung für einen Wechsel Ihrer privaten Krankenversicherung oder für einen Beitritt treffen, sollten Sie wichtige Punkte beachten.

Was ist die private Pflegepflichtversicherung?

Seit 1995 gibt es in Deutschland die Pflegeversicherung als eigenständigen Zweig der Sozialversicherung. Mit ihr soll das finanzielle Risiko der Pflegebedürftigkeit insbesondere im Alter abgefedert werden. Versicherungspflicht besteht dabei sowohl für gesetzlich wie privat Krankenversicherte. Dabei gilt das Prinzip: die Pflegeversicherung folgt der Krankenversicherung. Wenn man privat krankenversichert ist, erfolgt daher üblicherweise auch die Pflegepflichtversicherung bei einer privaten Krankenkasse.

Erleichteter Wechsel in die private Krankenversicherung für Beamte

Mit der Erlangung des Beamtenstatus besteht oft erstmals die Möglichkeit, von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in die private Krankenversicherung (PKV) zu wechseln. Das ist attraktiv, weil aufgrund des Beihilfe-Anspruchs vom Beamten nur der Kostenanteil bei medizinischen Leistungen versichert werden muss, der nicht durch die Beihilfe übernommen wird.

Wie kann ich mein Kind versichern?

Sobald die Familienplanung ein Thema ist, fragen sich viele werdende Eltern, wie bzw. über wen der Nachwuchs krankenversichert sein wird. Grundsätzlich haben auch Kinder die Möglichkeit, privat krankenversichert zu werden. Allerdings offenbart sich hier ein großer Systemunterschied zur gesetzlichen Krankenversicherung, denn dort ist für Kinder (und auch Ehepartner) eine kostenlose Familienversicherung vorgesehen.

Wie setzt sich der Beitrag in der PKV zusammen?

Die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der privaten Krankenversicherung (PKV) beruht auf gänzlich anderen Prinzipien - neben dem unterschiedlichen Leistungsniveau ein wesentlicher Grund dafür, warum sich die Beitragsbelastungen in beiden Systemen nicht ohne weiteres miteinander vergleichen lassen. Wir erklären an dieser Stelle, wie die Beiträge in GKV und PKV aufgebaut sind.
 

Das Prinzip der Alterungsrückstellungen in der privaten Krankenversicherung

Die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung werden nach dem sogenannten "Umlageverfahren" erhoben. Die laufenden Beitragseinnahmen werden zur vollständigen Finanzierung der laufenden Ausgaben der Mitglieder eingesetzt. Weil aufgrund der demografischen Entwicklung immer weniger Einzahler für immer mehr Rentner und ältere Personen finanziell eintreten müssen, macht auch die schlechte Entwicklung in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht vor der gesetzlichen Krankenversicherung halt.

Was ist bei Inanspruchnahme der PKV zu beachten?

Der Versicherungsfall bezeichnet den Zeitpunkt, in dem der Privatversicherte die Leistung eines Artzes oder Krankenhauses in Anspruch nimmt. Zur Begleichung der Arzthonorare, Rezepte oder Krankenhausrechnungen gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder der Versicherte bezahlt die Rechnungen selbst, tritt also in Vorkasse und reicht diese dann dem Versicherer zur Erstattung auf eigenes Konto ein, oder er reicht dem Versicherer direkt die unbezahlten Rechnungen ein. Zuallermeist wird der erste Schritt der Vorkasse gewählt.

Was ist bei Abschluss einer privaten Krankenversicherung zu beachten?

Der Abschluss einer PKV ist ein Schritt, der gut überlegt und vorbereitet sein sollte. Denn Sie binden sich üblicherweise bei der Vertragsvereinbarung langfristig. Das gilt sowohl beim Wechsel von der GKV in die PKV als auch beim Anbieterwechsel innerhalb des privaten Krankenversicherungssystems.

Die Krankentagegeldversicherung

Beim Krankentagegeld handelt es sich um eine versicherte Leistung, die besonders bei Selbstständigen im Krankheitsfalle wegbrechende Einnahmen zum Teil kompensieren kann. Der Baustein Krankentagegeld ist in den meisten privaten Vollversicherungen vorgesehen, seine Höhe lässt sich mit Blick auf die individuellen Bedürfnisse konkret ausgestalten. Gesetzlich versicherte Selbstständige können diesen Baustein auch wählen, zumal sie in den ersten 6 Wochen der Krankheit keine Zahlungen erhalten.

Wie wichtig ist eine Krankenzusatzversicherung?

Die Krankenzusatzversicherung bietet pflichtversicherten Mitgliedern in der gesetzlichen Krankenversicherung die Möglichkeit, den immer spärlicher werdenden Versicherungsschutz mit attraktiven Tarifen aus der privaten Krankenversicherung aufzubessern. Durch den Abschluss einer privaten Krankenzusatzversicherung bekommen Versicherte eine erhöhte Kostenübernahme im Krankheitsfall.

Wann kann ich die Krankenkasse wechseln?

Sollten Sie nicht die Voraussetzung zum Wechsel in eine private Krankenversicherung erfüllen, kann sich ein Wechsel innerhalb der Gesetzlichen Krankenkasse durchaus lohnen. Zwar wird es demnächst einen einheitlichen Beitragssatz geben, dennoch locken einige Versicherungen mit interessanten Leistungserweiterungen und Beitragsrückgewähr-Tarifen. Ein Vergleich lohnt daher auch bei gleichbleibendem Beitrag.

Kündigung

Privat oder gesetzlich versichern? - Die Unterschiede

9 von 10 Deutschen sind gesetzlich krankenversichert. Dieser deutliche Überhang der gesetzlichen Krankenversicherung liegt daran, dass es Aufnahmekriterien für die PKV gibt: Selbstständige, Freiberufler und Beamte können sich aufgrund ihres Status privat krankenversichern lassen, wobei die Höhe der Einkünfte keine Rolle spielt. Dies ist bei Angestellten nicht der Fall: Sie müssen die Jahresarbeitsentgeltgrenze von derzeit 54.900 Euro brutto dauerhaft übertreffen, um sich privat krankenversichern lassen zu können.

Was ist die private Krankenversicherung?

In Deutschland besteht ein duales Krankenversicherungssystem. Das heißt: neben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) existiert die private Krankenversicherung (PKV) als zweites System. Je nach Konstellation ist privater Krankenversicherungsschutz anstelle oder ergänzend zur GKV möglich.

Was ist die Beihilfe?

Für Beamte (konkret Landesbeamte, Bundesbeamte, Finanzbeamte, Kommunalbeamte, Polizeibeamte und weitere) ergibt sich mit Blick auf die private Krankenversicherung eine Besonderheit, denn diese Berufsgruppe ist beihilfeberechtigt. Für die Kosten der Krankenversicherung erhalten sie einen Zuschuss vom jeweiligen Dienstherrn, was übrigens auch für nicht berufstätige Familienangehörige gilt. Generell sind Beamte aus den genannten Gruppen von der Versicherungspflicht befreit, der Weg in die private Krankenversicherung steht ihnen also jederzeit offen.

Welche Versicherungsarten gibt es?

Die Krankheitskostenversicherung wird in der Regel auch als Krankheitskostenvollversicherung bezeichnet. Dies liegt daran, dass Sie zum einen den ambulanten (z.B. bei einem privaten Arztbesuch in Praxis) als auch stationären (z.B. Krankenhausaufenthalt) Heilbehandlungsbereich abdeckt.

 

Was leistet die private Krankenversicherung?

Leistungen sind bei Kassenpatienten und Privatversicherten unterschiedlich geregelt. In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind sie in einem allgemeinverbindlichen Leistungskatalog festgelegt.

Welche Tarife gibt es in der privaten Krankenversicherung?

In der privaten Krankenversicherung findet man insgesamt mehrere tausend verschiedene Tarife. Angesichts der herrschenden Vielfalt beim Angebot ist es nicht einfach, einen Überblick über die bunte Tariflandschaft zu gewinnen. Eine Hilfe bietet dabei die Unterscheidung nach Tarifarten.

Private Zusatzversicherungen und Ergänzungsversicherungen

Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen erhalten bei medizinischen Leistungen grundsätzlich nur eine Kostenerstattung im Rahmen der Regelversorgung – dabei geht es um Maßnahmen, die als medizinisch notwendig angesehen werden. Wer mehr und bessere Leistungen nutzen möchten, muss diese aus eigener Tasche bezahlen. Dies kann - zum Beispiel bei Zahnersatz - sehr teuer werden.