Pflegebegutachtung in GKV und PKV - Privatversicherte seltener abgelehnt

Mit dem sogenannten „Zweiten Pflegestärkungsgesetz“ sind 2017 die bis dahin geltenden drei Pflegestufen durch fünf Pflegegrade ersetzt wurden. Gleichzeitig wurde bereits im Vorfeld ein neues Begutachtungsverfahren eingeführt.

Was bringt das neue Terminservice- und Versorgungsgesetz?

Vor wenigen Tagen hat der Bundestag das sogenannte Terminservice- und Versorgungsgesetz beschlossen - ein fast 200 Seiten umfassendes Regelungswerk, das gleichzeitig zu den Vorhaben gehört, die Bundesgesundheitsminister Spahn besonders am Herzen liegen. Manche sehen in dem Gesetz eine Art „Gesellenstück“ des Ministers nach ziemlich genau einem Jahr im Amt.

Zuzahlungen in der GKV - Patienten müssen deutlich mehr zahlen

Zuzahlungen sind eine Form der Selbstbeteiligung in der GKV. Sie fallen bei Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln an. Aber auch bei nahezu allen anderen Leistungen der GKV sind Zuzahlungen zu leisten - zum Beispiel bei Krankenhausaufenthalten, Reha-Maßnahmen oder häuslicher Krankenpflege.

Der Basistarif in der PKV - eine „Notlösung“, die wenig genutzt wird

Mit dem sogenannten GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz ist 2009 gleichzeitig der Basistarif in der PKV eingeführt worden. Seither sind private Krankenversicherer verpflichtet, einen branchenweit einheitlichen Tarif anzubieten, der vergleichbare Leistungen wie in der GKV vorsieht - den Basistarif.

Zusatzbeiträge - über jede dritte Krankenkasse mit niedrigeren Beiträgen

Im vergangenen Herbst hatte das zuständige Bundesgesundheitsministerium den durchschnittlichen Zusatzbeitrag für 2019 auf 0,9 Prozent festgelegt. Die damit verbundene Absenkung um 0,1 Prozentpunkte ist der guten Finanzlage der Krankenkassen geschuldet. Deren Reserven überschritten im letzten Jahr erstmals die 20 Milliarden Euro-Marke.

Soziale Pflegeversicherung - die Beiträge werden weiter steigen

Zum Jahreswechsel konnten sich GKV-Mitglieder zwar über die volle Parität in der Krankenversicherung und vielfach niedrigere Zusatzbeiträge freuen. Dafür sind die Beiträge zur sozialen Pflegeversicherung deutlich angehoben worden - um 0,5 Prozentpunkte. Seit dem 1. Januar 2019 beträgt der Beitragssatz 3,05 Prozent (3,30 Prozent für Kinderlose).

Innovativ – Henkel mit betrieblicher Pflegeversicherung für Mitarbeiter

Die betriebliche Altersvorsorge - kurz bAV - ist ein gängiger Begriff, der den meisten Arbeitnehmern etwas sagt. Mit der betrieblichen Krankenversicherung sieht das schon ganz anders aus. Denn bisher machen nur relativ wenige Unternehmen von der Möglichkeit Gebrauch, ihren Mitarbeitern im Rahmen einer Gruppenversicherung einen günstigen Krankenzusatzschutz zu bieten.

Kieferorthopädie - vom Sinn und Unsinn von Zahnspangen

Die Meldung des Bundesgesundheitsministeriums sorgte für Aufsehen. In einem vom Ministerium in Auftrag gegebenen Gutachten wird festgestellt, dass es keine belastbaren Erkenntnisse zum Nutzen von Zahnspangen gibt. Dies überrascht angesichts der Tatsache, dass alleine die gesetzlichen Krankenkassen jedes Jahr gut eine Milliarde Euro für kieferorthopädische Behandlungen ausgeben.

Tarifwechsel in der PKV - wie sehen das die Versicherten?

 PKV-Versicherte besitzen einen gesetzlichen Anspruch, jederzeit bei ihrem Versicherer in einen anderen Tarif mit gleichartigen Leistungen wechseln zu können - ohne erneute Gesundheitsprüfung und unter voller Mitnahme der Altersrückstellungen. Die Rechtsgrundlage dafür bildet § 204 VVG.

„Hamburger Modell“ für Beamten-Krankenversicherung – Vorbild für andere?

Seit August 2018 können Beamte in Hamburg ein pauschales Beihilfemodell wählen, das auch bei freiwilliger Mitgliedschaft in der GKV Beihilfen gewährt. Damit wird es für Staatsdiener in der Hansestadt tendenziell attraktiver, sich bei einer gesetzlichen Krankenkasse zu versichern - ein politisch gewollte Signal und ein Beispiel, das Schule machen könnte.

BGH-Entscheidung im Treuhänderstreit - PKV-Anbieter im Recht

Die Entscheidung des Bundesgerichtshofes (BGH) im sogenannten Treuhänder-Streit war mit Spannung erwartet worden. Ging es doch darum, ob Beitragserhöhungen eines PKV-Anbieters mit Auswirkungen in Millionen-Höhe möglicherweise zu Unrecht erfolgt waren, weil der testierende Treuhänder nicht die erforderliche Unabhängigkeit aufwies.