GKV und PKV vereint - neue elektronische Gesundheitsakte gestartet

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Es kommt nicht oft vor, dass private und gesetzliche Krankenversicherer sich zu einem gemeinsamen Projekt zusammentun. Mit der elektronischen Gesundheits-App Vivy ist dieses Kunststück gelungen. Es dürfte die erste Anwendung einer elektronischen Gesundheitsakte im Echtbetrieb sein. Denn ähnlich gelagerte Projekte der Techniker Krankenkasse und der AOK sind bisher nicht über das Test-Stadium hinaus gelangt.

Mit der Allianz, der Gothaer und der Barmenia sind bei Vivy (www.vivy.com) drei namhafte private Krankenversicherer mit an Bord. Auf Krankenkassen-Seite machen die DAK sowie einige Innungs- und Betriebskrankenkassen mit. Es handelt sich aber nicht um ein geschlossenes System. Auch andere Versicherungen und Krankenkassen können sich anschließen. Zum „Startschuss“ steht die App zunächst den 13,5 Millionen Krankenversicherten der beteiligten 17 Partner offen.
 

Bisher nicht weit gekommen - die elektronische Gesundheitskarte

Die App soll eine Alternative zur elektronischen Gesundheitskarte im Bereich der GKV sein. Diese wurde bereits im Jahre 2003 von der damaligen Bundesregierung initiiert und im „Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung“ sogar amtlich festgelegt. Auch hier sollte eine Entwicklung bis zur elektronischen Gesundheitsakte erfolgen, deren Einführung ursprünglich für 2006 vorgesehen war. Bis heute - 15 Jahre nach dem Startschuss - ist man allerdings über die Erfassung des Passbildes auf der Karte und die Speicherung einiger Stammdaten nicht wesentlich hinausgekommen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die Krankenkassen jetzt gesetzlich dazu verpflichten, ihren Mitgliedern bis 2021 eine elektronische Gesundheitskarte „in Voll-Funktionalität“ anzubieten. Vivy könnte den Weg dahin weisen.
 

Vivy will und kann mehr

Vivy will mehr als die elektronische Gesundheitskarte heute kann und nennt sich selbst „elektronische Gesundheitsakte“. Die persönlichen Gesundheitsdaten sollen über die App aufbereitet und in strukturierter Form zur Verfügung gestellt werden. Über die Anwendung soll eine Datenverbindung zu den „persönlichen“ Arztpraxen, Laboren, Krankenhäusern sowie zur jeweiligen Krankenkasse oder -versicherung hergestellt werden können. Von diesen Stellen lassen sich dann Arztbriefe, Befunde, Laborwerte, Medikationspläne, Notfalldaten und Impf-Informationen abrufen und speichern. Bei ambulanten oder stationären Behandlungen stehen die benötigten Daten sofort und auf einen Blick bereit. Über Schnittstellen zur jeweiligen Arzt- oder Krankenhaus-Software können die Daten dann auch einfach überspielt werden.
 

Sicher und TÜV-zertifiziert

Die App ist sicherheits-überprüft und TÜV-zertifiziert. Die Entscheidung, welche Daten abgerufen, gespeichert und zur Verfügung gestellt werden, liegt allein beim Nutzer. Die App soll den Anwendern grundsätzlich kostenlos zugänglich sein. Auf die Akzeptanz und Nutzung des neuen digitalen Angebotes darf man gespannt sein. Es könnte sich einmal mehr zeigen, dass der Markt schneller und flexibler Lösungen anbieten kann als es gesetzliche Vorgaben vermögen. Das gilt gerade im digitalen Zeitalter.

Hohe Krankenkassenbeiträge:
"Privatpatienten" zahlen oftmals weniger!

Selbstständige, Freiberufler und Beamte können uneingeschränkt in die Private Krankenversicherung wechseln. Gleiches gilt für Angestellte mit einem Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze.

Das Privileg "privat versichert" zu sein nutzen viele Berechtigte nicht nur wegen der weitaus besseren Leistungen. Auch die Beiträge sind in der PKV oftmals günstiger, als in der gesetzlichen Krankenversicherung.

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