Digitale Leistungen in der PKV - neue Studie gibt Auskunft

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Als im Jahre 2017 ottonova an den Start ging, wurde dies in der PKV-Branche sehr aufmerksam registriert. Nicht nur weil es sich um den ersten neuen privaten Krankenversicherer seit vielen Jahren handelt, sondern auch weil ottonova konsequent auf Digitalisierung setzt. Das ist immer noch eine Novität, denn bei vielen Krankenversicherungen findet man nach wie vor häufig analoge Prozesse. Die digitale Welt hält nur zögerlich Einzug - gerade im direkten Kontakt mit den Versicherten.

Doch das dürfte sich schnell ändern. Viele PKV-Anbieter bauen ihre digitalen Leistungen für Versicherte ebenso konsequent wie zügig aus und digitale Tarife sind im Kommen. Digitale Zusatz-Services werden im harten Wettbewerb immer wichtiger und tragen dazu bei, sich von der Konkurrenz abzuheben. Die PKV-Unternehmen entwickeln sich dadurch von Abrechnungsstellen für Versicherte zunehmend zu Gesundheits-Dienstleistern im Umfeld von ärztlicher Behandlung und medizinischer Versorgung. Das ist jedenfalls die Erkenntnis der aktuellen Studie „Der Wandel der privaten Krankenversicherungen: vom Kostenerstatter zum ganzheitlichen Gesundheits-Dienstleister“ der Unternehmensberatung Mücke Sturm & Company.
 

Angebote in 44 Service-Bereichen

Die Studie untersucht die digitalen Angebote von 14 PKV-Unternehmen und stellt eine Wiederholung einer bereits 2018 durchgeführten Untersuchung dar. Deshalb sind insbesondere die beobachteten Veränderungen gegenüber der Voruntersuchung interessant. Betrachtet werden Angebote in insgesamt 44 Service-Bereichen, die sich den einzelnen Gliedern Prävention, Diagnose & Information, Behandlung & Monitoring und Administration innerhalb der Versorgungskette für Versicherte zuordnen lassen. Im Vergleich zu 2018 sind zwei zusätzliche Service-Bereiche hinzugekommen: Behandlung & Monitoring bei Bluthochdruck und bei Schlaganfall.
 

Die wichtigsten Studien-Ergebnisse

Hier die wichtigsten Ergebnisse der Studie im Überblick:

• Bis auf drei Anbieter haben alle untersuchten Versicherer ihre digitalen Service-Leistungen gegenüber dem Vorjahr ausgebaut. Im Schnitt sind drei zusätzliche Service-Bereiche hinzugekommen. „Spitzenreiter“ bei der Zahl digitaler Angebote ist die AXA-Versicherung mit 31 Service-Bereichen (plus sechs gegenüber der letzten Studie). Marktführer Debeka kommt dagegen nur auf 15 Angebote (minus zwei). Die Zahl sagt allerdings noch wenig über Qualität und Nützlichkeit. Besonders herausgehoben wird der von der AXA angebotene neue Tarif ActiveMe, der mehrere digitale Dienste beinhaltet.

• Die am häufigsten abgedeckten digitalen Service-Bereiche sind Administration, Rechnungs-App, Gesundheitsinformationen sowie Suchfunktion & Terminbuchung. Diese Dienste werden von mehr als drei Vierteln der Unternehmen angeboten. Insgesamt ist das Leistungsangebot gegenüber der letzten Untersuchung deutlich ausgeweitet worden. Mehr als die Hälfte der Versicherer hat (mindestens) sechs zusätzliche Service-Bereiche digitalisiert.

• Besonders vielfältig und umfangreich sind die Angebote in den Bereichen Diagnose & Information sowie Administration der Versorgungskette. In den Bereichen Prävention sowie Monitoring & Behandlung besitzt die AXA fast eine Alleinstellungsposition. Das dürfte sich in Zukunft ändern, denn in diesen beiden Bereichen finden die meisten Innovationen statt.

• Digitale Administration und Rechnungs-Apps - im Kernbereich der Versicherungsleistung - werden mittlerweile von allen Unternehmen angeboten. Suchfunktion & Terminbuchung machen fast alle Versicherer online möglich. Stark im Kommen ist die elektronische Gesundheitsakte - hier bieten zwei Drittel der Versicherer Lösung, ein Zuwachs um nahezu 50 Prozent gegenüber der letzten Studie.
 

Eine Momentaufnahme

Die Untersuchung stellt eine Momentaufnahme dar. Es gibt noch viele digitale Lücken, die zu füllen sind. Auf die Ergebnisse der nächsten Untersuchung darf man gespannt sein. Sie wird zeigen, ob un wie der digitale Fortschritt in der PKV weitergeht.

Hohe Krankenkassenbeiträge:
"Privatpatienten" zahlen oftmals weniger!

Selbstständige, Freiberufler und Beamte können uneingeschränkt in die Private Krankenversicherung wechseln. Gleiches gilt für Angestellte mit einem Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze.

Das Privileg "privat versichert" zu sein nutzen viele Berechtigte nicht nur wegen der weitaus besseren Leistungen. Auch die Beiträge sind in der PKV oftmals günstiger, als in der gesetzlichen Krankenversicherung.

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