Noch ausbaufähig – die betriebliche Krankenversicherung

Betriebliche Altersversorgung – kurz bAv – ist den meisten Arbeitnehmern ein Begriff. Betriebliche Krankenversicherung – kurz bKv – dagegen weniger. Nicht verwunderlich, denn bislang hat sich nur eine Minderheit an Unternehmen für diesen betrieblichen Vorsorge-Weg entschieden. Einer YouGov-Umfrage vor zwei Jahren zufolge waren es mal gerade sechs Prozent der Unternehmen, die bKv als zusätzliche Sozialleistung einsetzen. Seither dürften es nicht viel mehr geworden sein. Immerhin gaben 44 Prozent der befragten Betriebe an, dass die betriebliche Krankenversicherung ein attraktives Angebot sein könnte. Vor allem kleinere Unternehmen zeigten sich aufgeschlossen.
 

Arbeitgeber können mit der bKv punkten

Das kommt nicht von ungefähr. Denn gerade hier drückt der Fachkräftemangel besonders. Die bKv kann ein wirksames Instrument sein, um sich als Arbeitgeber positiv zu positionieren und Mitarbeiter zu binden. Im immer härteren Wettbewerb um die besten Arbeitskräfte ist die bKv ein Instrument, um zu punkten. Gleichzeitig tut man als Arbeitgeber etwas für die Gesundheit der Mitarbeiter und damit auch für deren Arbeitsfähigkeit.
 

Gruppenversicherung als Lösung

Wie funktioniert die betriebliche Krankenversicherung? Im Prinzip handelt es sich um eine private Krankenzusatzversicherung, die nicht der einzelne Arbeitnehmer, sondern der Arbeitgeber für die gesamte Belegschaft oder – möglichst homogene - Teile davon abschließt. Das dafür geeignete Instrument ist die Gruppenversicherung. Die Beiträge zur Gruppenversicherung werden ebenfalls vom Arbeitgeber getragen. Im Unterschiede zur bAv besteht kein gesetzlicher Anspruch auf eine solche Leistung. Die Maßnahme ist eine freiwillige Entscheidung des Arbeitgebers.
 

Der Arbeitgeber entscheidet

Nutznießer sind Arbeitnehmer, die GKV-versichert sind, weil sie sich damit – zumindest teilweise - den Abschluss individueller Krankenzusatzversicherungen sparen können. Die Entscheidung, welcher Anbieter für die bKv genutzt wird und welches Leistungsspektrum die Gruppenversicherung abdecken soll, trifft dabei der Arbeitgeber – ggf. in Abstimmung mit den Mitarbeitern. Für die Absicherung kommt das gesamte Leistungsspektrum der privaten Krankenzusatzversicherung in Betracht, also Zahnzusatzleistungen, stationäre Krankenhausleistungen, Vorsorgemaßnahmen, Heilpraktiker-Leistungen, Brillen oder Reisekrankenschutz.
 

Viele Vorteile für Arbeitnehmer

Aus Sicht der Arbeitnehmer ist die bKv in mancher Hinsicht vorteilhaft:

  • Die Konditionen der Gruppenversicherung sind üblicherweise besser als bei Individualversicherungen. Es ist daher günstiger, auf einen Bonus zugunsten der bKV zu verzichten, anstatt bei höherem Entgelt selbst eine Zusatzversicherung abzuschließen.
  • Bei der Gruppenversicherung gibt es keine Wartezeiten.
  • Auch die sonst übliche Gesundheitsprüfung entfällt oder findet nur in stark vereinfachter Form statt. Dadurch erhalten Arbeitnehmer Zugang zum Versicherungsschutz, die andernfalls Probleme bei der Zusatzversicherung hätten.
  • Oft ist es sogar möglich, den Ehepartner und Kinder in die Gruppenversicherung einzubeziehen. Sonst wären extra Versicherungen abzuschließen.

Titelbild: Robert Kneschke – fotolia.com

Hohe Krankenkassenbeiträge:
"Privatpatienten" zahlen oftmals weniger!

Selbstständige, Freiberufler und Beamte können uneingeschränkt in die Private Krankenversicherung wechseln. Gleiches gilt für Angestellte mit einem Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze.

Das Privileg "privat versichert" zu sein nutzen viele Berechtigte nicht nur wegen der weitaus besseren Leistungen. Auch die Beiträge sind in der PKV oftmals günstiger, als in der gesetzlichen Krankenversicherung.

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