Krankenversicherung für Studenten – worauf achten?

    In diesen Wochen schreiben sich wieder Hunderttausende von jungen Menschen für ein Studium bei einer Hochschule ein. Wer studiert, benötigt Krankenversicherungsschutz. Der Versicherungsnachweis gehört zu den üblichen Voraussetzungen für die Immatrikulation. Doch wie sieht es überhaupt mit der Krankenversicherung für Studenten aus? Hier ein Überblick.

    Mit der Aufnahme eines Studiums tritt grundsätzlich die Versicherungspflicht in der Krankenversicherung ein. Das ist der Grund, warum bei der Einschreibung der Versicherungsnachweis verlangt wird. Dennoch müssen die meisten Studienanfänger zunächst keine eigene Krankenversicherung abschließen. Hier gilt nämlich eine wichtige Ausnahmeregelung.
     

    Weiter in der GKV familienversichert

    Wenn die Eltern gesetzlich krankenversichert sind, kann bis zum 25. Geburtstag weiter die Familienversicherung in der GKV genutzt werden. Das ist besonders praktisch, zum einen weil sich keine Änderung gegenüber dem bestehenden Versicherungsschutz ergibt und zum anderen, weil keine (zusätzlichen) Beiträge anfallen. Die Nutzung der Familienversicherung ist allerdings an die Bedingung geknüpft, dass nicht regelmäßig (größeres) Einkommen neben dem Studium erzielt wird. Hierfür gibt es Einkommensgrenzen: 415 Euro monatlich bzw. 450 Euro bei Aufnahme eines Minijobs. BaföG-Bezüge gelten in diesem Kontext übrigens nicht als Einkommen.
     

    Die studentische Krankenversicherung

    Wer permanent über der Einkommensgrenze liegt oder das 25. Lebensjahr überschritten hat, muss sich selbst versichern. Hier gibt es die studentische Krankenversicherung im Rahmen der GKV. Sie bietet den üblichen gesetzlichen Krankenversicherungsschutz mit einer spezifischen studentischen Beitragsregelung. Die studentische Krankenversicherung kann maximal bis zum vollendeten 30. Lebensjahr bzw. bis zum abgeschlossenen 14. Fachsemester in Anspruch genommen werden. Verlängerungen sind in bestimmten Fällen möglich.

    Für die Beitragshöhe gilt eine besondere Regelung. Es kommt der allgemeine Beitragssatz (14,6 Prozent) zur Anwendung, der auf den BaföG-Höchstsatz angewendet wird – allerdings nur mit einem 7/10-Anteil. Darüber hinaus werden auch in der studentischen Krankenversicherung Zusatzbeiträge erhoben. Durch die Zusatzbeiträge fällt die Belastung je nach Krankenkasse unterschiedlich aus. Die Beitragsdifferenzen sind aber gering, die Beiträge bewegen sich in einer Größenordnung um 70 Euro monatlich.
     

    Als Student PKV-versichert

    Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, sich privat krankenzuversichern. Dazu muss man sich von der Versicherungspflicht befreien lassen. Das ist bis zu drei Monate nach der Ersteinschreibung bzw. nach dem Ende der Familienversicherung möglich. Man ist dann für das gesamte Studium an die PKV gebunden. Die Privatversicherung kann auch für Beamtenkinder von Vorteil sein, weil die Beihilfe bis zum 25. Lebensjahr weiter gilt. Eine spätere Rückkehr in die GKV ist als Arbeitnehmer möglich. Weil der Versicherungsschutz in der PKV deutliche Mehrleistungen bietet, kann eine Vollversicherung im Nachhinein auch über eine Anwartschaft fortgeführt werden, bis dann wieder die Voraussetzungen für eine PKV erfüllt sind. Der Vorteil liegt darin, dass eine erneute Gesundheitsprüfung nicht noch einmal erforderlich ist.

    Titelbild: stokkete – fotolia.com

    Hohe Krankenkassenbeiträge:
    "Privatpatienten" zahlen oftmals weniger!

    Selbstständige, Freiberufler und Beamte können uneingeschränkt in die Private Krankenversicherung wechseln. Gleiches gilt für Angestellte mit einem Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze.

    Das Privileg "privat versichert" zu sein nutzen viele Berechtigte nicht nur wegen der weitaus besseren Leistungen. Auch die Beiträge sind in der PKV oftmals günstiger, als in der gesetzlichen Krankenversicherung.

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