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Eltern mit Kindern zahlen drauf! |
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Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung liegen über den beanspruchten Leistungen Das aktuelle WIP-Diskussionspapier „Familienförderung in der Gesetzlichen Krankenversicherung? Ein Vergleich von Beiträgen und Leistungen“ ergänzt die Studie „Solidarität in der GKV: Was leistet die beitragsfreie Familienversicherung?“. Darin hat das Institut weitere, für Familien nachteilige Effekte im aktuellen GKV-Beitragssystem aufgezeigt: So kann dort auch keine Rede von einem solidarischen Ausgleich entsprechend der Leistungsfähigkeit von Familien sein (siehe PKV Publik 2/2009). Im neuen WIP-Papier werden die von Familien gezahlten Beiträge nun den von ihnen beanspruchten Leistungen gegenübergestellt. Dazu hat das Institut auf der Basis durchschnittlicher Versichertenbiografien die langfristigen Profile der alters- und geschlechtsabhängigen Beitragszahlungen sowie Gesundheitsausgaben statistisch ausgewertet. Das Ergebnis der Berechnungen: Eine Durchschnittsfamilie, in der die Eheleute 40 Jahre alt sind, entrichtet beispielsweise circa 6.200 Euro GKV-Beitrag im Jahr, benötigt aber nur Gesundheitsleistungen im Wert von 3.900 Euro (Auswertung auf Basis des Jahres 2006). Somit zahlt diese Familie 2.300 Euro mehr ins Gesundheitssystem ein, als sie selbst benötigt. Mit diesem Geld finanziert die Familie die Gesundheitsausgaben für andere Gruppen mit, vor allem für Rentner. Der Altersausgleich verdrängt den Familienausgleich Der Generationenausgleich wird immer teurer Dieses Ungleichgewicht wird sich überdies weiter verschärfen. Denn die Gesundheitsausgaben für Ältere wachsen in absoluten Zahlen stärker an als die für Jüngere. Dadurch erhöht sich in einer zusehends alternden Gesellschaft der Ausgleichsbedarf zwischen Alt und Jung. Dies führt dazu, dass der Familienausgleich in Zukunft sogar immer stärker vom Altersausgleich verdrängt wird. Unter dem Strich ist damit die Annahme widerlegt, es gebe eine „beitragsfreie Mitversicherung“ von Kindern und Ehepartnern in der GKV. Denn die WIP-Analyse zeigt, dass Durchschnittsfamilien mit Kindern ihre Gesundheitsausgaben im gesetzlichen Krankenversicherungssystem nicht nur selber decken: In der Regel müssen sie sogar noch die Gesundheitsausgaben anderer Versicherter mitfinanzieren. So lautet das Fazit der Studie: Ein zentrales familienpolitisches Ziel, nämlich die Entlastung der Familien mit Kindern, wird in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht erreicht. Quelle: Verband der privaten Krankenversicherung e.V. |

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